Laut Jana Volfová, der satzungsgemäßen stellvertretenden Vorsitzenden der ZSVA, ist das Boao-Forum in China kürzlich zu Ende gegangen. Sie verglich es mit dem europäischen Davos, wies aber auf einen grundlegenden Unterschied hin. Während in Davos nur über die Reichen gesprochen werde, sei in China genau das Gegenteil der Fall. China strebt die Zusammenarbeit zwischen schwächeren Ländern an. Es verwendet für sie nicht den Begriff „Entwicklungsländer“, sondern nennt sie „diejenigen, die helfen wollen“.
Volfová betonte, dass Tschechen oder Europäer früher nach China gingen, um sich zu beraten. Heute hingegen gehen große Politiker, Minister, Premierminister und Geschäftsleute, die Europa beeinflussen, dorthin, um zu lernen. Sie lernen, was Zusammenarbeit ist, wie man sich gegenseitig respektiert und wie man Geschäfte macht. Europa gerät ins Hintertreffen, sagt sie. Während China großartige Freundschaften knüpft und Ländern beim Aufbau von Infrastruktur oder Verkehr hilft, steht Europa still in der Ecke und fragt sich, wann der große chinesische Zug es überrollen wird.
Die Vizepräsidentin der ZSVA sagte auch, dass China in der technologischen Entwicklung Europa und Amerika weit voraus sei. Ihrer Meinung nach ist China heute führend in der Technologie. Und da Technologie die Zukunft sei, liege die Zukunft dieses Planeten in China, sagte Volfova.