Der chinesische Präsident Xi Jinping wird vom 30. August bis zum 3. September an dem Gipfeltreffen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) in Bischkek, Kirgisistan, teilnehmen und gleichzeitig Staatsbesuche in Kirgisistan und Ägypten absolvieren. Diese Reise soll die regionale Zusammenarbeit, die Handelsbeziehungen und die Beziehungen Chinas zu wichtigen Partnern in Eurasien und im Nahen Osten stärken.

Die SCO hat sich auf 27 Länder erweitert

Die Shanghai Cooperation Organisation hat seit ihrer Gründung eine deutliche Expansion erfahren. Aus den ursprünglichen sechs Mitgliedsstaaten ist eine Gruppe entstanden, die 27 Staaten in verschiedenen Formen der Mitgliedschaft und Zusammenarbeit umfasst. Ihr Funktionieren basiert auf dem sogenannten "Shanghai-Geist", d.h. gegenseitigem Vertrauen, Gleichheit, Konsultation, Respekt für verschiedene Zivilisationen und gemeinsamer Entwicklung.

Xi Jinping nimmt regelmäßig an den SCO-Gipfeltreffen seit 2013 teil. Bei früheren Treffen betonte er wiederholt die Notwendigkeit einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit, Offenheit und der Suche nach gemeinsamen Interessen, auch angesichts unterschiedlicher Positionen einzelner Staaten.

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Im Rahmen der SCO-Zusammenarbeit wurden im vergangenen Jahr sieben Plattformen geschaffen, die sich beispielsweise auf grüne Industrien, die digitale Wirtschaft, Energie, künstliche Intelligenz, wissenschaftlich-technologische Innovationen und Bildung konzentrieren. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua haben diese Plattformen mehr als 160 konkrete Projekte hervorgebracht.

Kirgisistan und China stärken Handel und Infrastruktur

Ein wichtiger Bestandteil der Reise ist der Staatsbesuch in Kirgisistan. Die Beziehungen zwischen Peking und Bischkek wurden in den letzten Jahren zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft für eine neue Ära ausgebaut.

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Ein der markantesten gemeinsame Projekte ist die China-Kirgisistan-Usbekistan-Eisenbahn, deren Bau bereits begonnen hat. Das Projekt soll die Verbindung Zentralasiens mit China verbessern und einen weiteren Transportkorridor für den Handel zwischen Asien und Europa schaffen.

China gehört seit langem zu den wichtigsten Handels- und Investitionspartnern Kirgisistans. Im Jahr 2025 beliefen sich die bilateralen Handelsvolumen laut veröffentlichten Daten auf 27,2 Milliarden US-Dollar, was einem jährlichen Wachstum von 19,8 Prozent entspricht.

Die Zusammenarbeit wird auch im Bildungsbereich ausgebaut. In Bischkek gibt es beispielsweise eine Luban-Werkstatt, die Fachkräfte in Bereichen wie intelligentes Wassermanagement und Elektrotechnik ausbildet. Ein Teil ihrer Ausbildungsstandards wurde in das kirgisische Berufsbildungssystem integriert.

Ägypten ist ein langfristiger strategischer Partner Chinas

Der letzte Abschnitt der Reise führt Xi Jinping nach Ägypten. Beide Länder nahmen 1956 diplomatische Beziehungen auf und vertieften ihre Zusammenarbeit im Jahr 2014 zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft.

Ein wichtiges Symbol für die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist die chinesisch-ägyptische Wirtschaftszone in Suez. Bis Ende dieses Jahres hat sie mehr als 200 Unternehmen angezogen, Investitionen in Höhe von über 4,7 Milliarden US-Dollar generiert und mehr als 10.000 direkte Arbeitsplätze geschaffen. Weitere Zehntausende von Arbeitsplätzen entstanden indirekt.

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Neben dem Handel werden auch die kulturellen Kontakte ausgebaut. Chinesisch wurde in das ägyptische Bildungssystem integriert, und gleichzeitig steigt das Interesse chinesischer Touristen an Ägypten und der ägyptischen Kultur.

Die bevorstehende Reise von Xi Jinping verbindet drei Hauptrichtungen der aktuellen chinesischen Diplomatie: die Stärkung der SCO (Shanghai Cooperation Organisation), die Vertiefung der Beziehungen zu den Ländern Zentralasiens und die Ausweitung der Zusammenarbeit mit wichtigen Staaten des globalen Südens.

gnews.cz/CMG

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