Der chinesische Präsident Xi Jinping hat umfassende Such- und Rettungsmaßnahmen angeordnet, nachdem ein Erdrutsch am Mittwochmorgen den Grenzhafen Gyirong in der chinesischen autonomen Region Tibet (Xizang) getroffen hatte. Die Katastrophe ereignete sich auf nepalesischer Seite der Grenze und forderte Todesopfer sowie vermisste Personen.

Xi Jinping forderte die Rettungskräfte auf, ihr Bestes zu tun, um Vermisste zu finden, Bewohner aus gefährdeten Gebieten rechtzeitig zu evakuieren und Verletzte schnell zu versorgen. Ziel sei es, weitere Verluste von Menschenleben so weit wie möglich zu minimieren.

Der Erdrutsch ereignete sich laut verfügbaren Informationen gegen 10:30 Uhr auf nepalesischem Gebiet und betraf anschließend den Hafen Gyirong im gleichnamigen Bezirk.

Der chinesische Präsident betonte gleichzeitig die Notwendigkeit, die Überwachungssysteme und Frühwarnsysteme zu verstärken. Die Rettungsmaßnahmen sollten laut seinen Angaben auf der Grundlage einer fachlichen Bewertung der Situation durchgeführt werden, und es sei wichtig, Folgekatastrophen vorzubeugen.

Xi Jinping wies darauf hin, dass China sich derzeit in einer kritischen Phase des Hochwasserschutzes befinde. Er forderte die lokalen Behörden und zuständigen Stellen auf, auch die schlimmsten Szenarien zu berücksichtigen und auf extreme Situationen vorbereitet zu sein.

Besonderer Wert sollte auch auf die Prävention von Überschwemmungen und Taifunen sowie auf die sorgfältige Identifizierung potenzieller Risiken gelegt werden. Laut Xi Jinping sei es notwendig, schwerwiegende Katastrophen zu verhindern und Leben und Eigentum der Bevölkerung zu schützen.

Auch der chinesische Premierminister Li Qiang beteiligte sich an der Bewältigung der Situation. Er ordnete an, die Anzahl der Vermissten und Betroffenen so schnell wie möglich zu überprüfen und alle Rettungs- und humanitären Kapazitäten vollständig zu mobilisieren.

Laut seinen Anweisungen sollte das Außenministerium gleichzeitig die Kommunikation und Koordination mit den zuständigen Ländern verstärken, aktuelle Informationen austauschen und bei den Rettungs- und Folgearbeiten zusammenwirken.

Vizepremier Zhang Guoqing reiste ebenfalls zum Einsatzort, begleitet von Vertretern der zuständigen Behörden, um die Rettungs- und Krisenmaßnahmen direkt im betroffenen Gebiet zu koordinieren.

Die Behörden in Xizang haben bereits verfügbare Kräfte mobilisiert, und die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.

gnews.cz/CMG