Der chinesische Präsident Xi Jinping sprach bei seinem Besuch in Xinjiang anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung der autonomen Region der Uiguren über die Notwendigkeit von Stabilität, Entwicklung und Einheit in der Region, die in der Vergangenheit wegen Fragen der Menschenrechte und der kulturellen Autonomie im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit stand. Offiziellen chinesischen Medien zufolge rief Xi die lokale Führung dazu auf, die wirtschaftliche Modernisierung und den "Aufbau einer harmonischen Gesellschaft" fortzusetzen und dabei "langfristige Sicherheit und Wohlstand" zu betonen.

Xi sagte, die Regierung wolle die industrielle Entwicklung, die Verknüpfung von Wissenschaft und Produktion sowie den ökologischen Wandel fördern. Er sprach auch von der Notwendigkeit einer "gemeinsamen Identität der chinesischen Nation", was Beobachtern zufolge bedeutet, dass ethnische Minderheiten weiterhin in die Mehrheitskultur integriert werden müssen.

In seiner Rede betonte er auch die Notwendigkeit, die Führung der Kommunistischen Partei Chinas und ihre Aufsichtsfunktion in der Region zu stärken. Kritiker warnen jedoch, dass eine solche Politik die kulturelle und religiöse Freiheit der Uiguren und anderer ethnischer Gruppen vor Ort weiter einschränken könnte.

Der Besuch von Präsident Xi Jinping bestätigte somit, dass Peking Xinjiang weiterhin als eine strategisch und symbolisch wichtige Region betrachtet, in der Entwicklung, Sicherheit und nationale Einheit miteinander verflochten sind.