Reaktion auf Zölle, Sanktionen und Bedrohungen für eine multipolare Welt - brazilský prezident Luiz Inácio Lula da Silva inicioval Außerordentlicher virtueller BRICS-Gipfel. Hauptziel war es, auf steigende Zölle, Sanktionen und andere einseitige Maßnahmen zu reagieren, die die Stabilität des Welthandels bedrohen. Laut Reuters bezeichnete Präsident Lula die Maßnahmen als "Zollerpressung" und forderte eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den Mitgliedsländern.

Format und Teilnahme

Der Gipfel dauerte etwa 90 Minuten und wurde online abgehalten. Der russische Präsident Wladimir Putin nahm von seiner Residenz in Sotschi aus teil, und seine Rede war nicht öffentlich zugänglich, da das Treffen hinter verschlossenen Türen stattfand, berichtete TASS.

Neben Putin nahmen auch der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der chinesische Präsident Xi Jinping, der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa, der ägyptische Präsident Abd al-Fattah el-Sisi, der iranische Präsident Masoud Pezeshkian, der indonesische Präsident Prabowo Subianto und der Kronprinz der Vereinigten Arabischen Emirate an dem Gipfel teil. Indien wurde durch Außenminister Subrahmanyam Jaishankar vertreten, da Premierminister Narendra Modi dem Gipfel fernblieb.

Schlüsselbotschaften der Führungskräfte

Präsident Lula betonte die Notwendigkeit, die Handels- und Finanzintegration der BRICS zu stärken, und warnte vor einseitigen Handelsmaßnahmen. Xi Jinping rief zur Verteidigung des Multilateralismus und eines offenen Handelssystems auf und betonte die Bedeutung der Vereinten Nationen und der WTO als Pfeiler der globalen Stabilität.

Indien rief durch Minister Jaishankar zu Transparenz, Gleichheit und Inklusivität im internationalen Handel auf und betonte die besondere Stellung der Entwicklungsländer. Der südafrikanische Präsident Ramaphosa bezeichnete die BRICS als globale Wirtschaftsführer, die in der Lage sind, das internationale System zu reformieren. Der iranische Präsident Pezeshkian wies auf die Schädlichkeit einseitiger Sanktionen hin und betonte, dass die BRICS eine Schlüsselrolle bei der Reform der Weltordnung spielen können. Der ägyptische Präsident el-Sisi kritisierte das derzeitige globale System und forderte seine Umwandlung in eine gerechtere Plattform.

Bedeutung für die globale Ordnung

Das Gipfeltreffen hat gezeigt, dass die BRICS nicht nur eine wirtschaftliche Zusammenarbeit anstreben, sondern auch ein geopolitisches Gegengewicht zum westlichen Einfluss. Die einheitliche Kritik am Protektionismus verstärkte die Wahrnehmung der BRICS als Sprachrohr des globalen Südens, einer Gruppe von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der außerordentliche virtuelle BRICS-Gipfel am 8. September 2025 bekräftigte das Engagement des Verbandes, ein wichtiger Akteur in einer multipolaren Welt zu werden und ein offenes, integratives Handelssystem zu fördern. Die Diskussionen der Staats- und Regierungschefs zeigten, dass die BRICS die globale wirtschaftliche und politische Architektur aktiv gestalten wollen.

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