PRAG - AVE CZ, ein bekanntes Abfallentsorgungsunternehmen, wurde offiziell wegen groß angelegter Gebührenkürzungen für die Deponierung angeklagt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verursachte es einen Schaden in Höhe von astronomischen 940 Millionen Kronen. Das Unternehmen sieht den Anschuldigungen entgegen und ist bereit, seine Unschuld vor Gericht zu verteidigen.

Die Information über die Einreichung der Anklage wurde heute von der Prager Generalstaatsanwaltschaft veröffentlicht. Die Einzelheiten wurden von dem Unternehmen selbst bestätigt. "Die AVE CZ respektiert die Entscheidung der Staatsanwaltschaft und ist bereit, ihren Standpunkt im anschließenden Gerichtsverfahren zu verteidigen", sagte Milan Tománek, Sprecher der AVE CZ, gegenüber ČTK.

In der von dem leitenden Staatsanwalt Zdeněk Matula verfassten Anklageschrift wird die systematische Umgehung gesetzlicher Gebühren vorgeworfen. Diese sind für die Gemeinden bestimmt und werden unter anderem zur Deckung der Kosten für die Sanierung von Deponien und den Umweltschutz verwendet. Sollte sich das Unternehmen als schuldig erweisen, wäre dies einer der größten Fälle dieser Art in der Tschechischen Republik.

Der Fall geht nun vor Gericht, wo er eingehend untersucht werden wird. Für AVE CZ, einen wichtigen Akteur auf dem Abfallmarkt, ist dies eine ernste Angelegenheit, die seinen Ruf erheblich beeinträchtigen könnte. Außerdem stehen Hunderte von Millionen Kronen auf dem Spiel, die das Unternehmen im Falle einer Niederlage zahlen müsste. Alle Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Gerichtsverfahren, in dem sich zeigen wird, ob das Unternehmen tatsächlich ein schweres Fehlverhalten begangen hat.

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