Bild: Buda Mendes/ Getty Images
RIO DE JANEIRO, 19. Februar. /TASS/. Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat angeordnet, den Botschafter des Landes in Tel Aviv zu Konsultationen zurückzurufen. Grund dafür sind die Spannungen, die durch die Äußerung des brasilianischen Regierungschefs entstanden sind, dass Israels Aktionen in Gaza mit den Gräueltaten Hitlers vergleichbar seien, berichtet die Tageszeitung Folha de S.Paulo.
Nach Angaben der Zeitung wurde die Entscheidung als Reaktion auf den Antrag Israels getroffen, den brasilianischen Gesandten ins Außenministerium zu laden.
Lula da Silva sagte am 18. Februar, dass Israel bei der Bombardierung des Gazastreifens Dutzende von Zivilisten getötet habe, was mit dem vergleichbar sei, was Hitler den Juden angetan habe. Am selben Tag bezeichnete der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die Äußerung des brasilianischen Präsidenten als "beschämend" und erklärte, er und der israelische Außenminister Israel Katz hätten beschlossen, den brasilianischen Botschafter in Israel unverzüglich zu einer "strengen Rüge" vorzuladen.
Am 19. Februar erklärte Minister Zaranichi Katz den brasilianischen Präsidenten zur Persona non grata, bis er sich entschuldigt und den Vergleich Israels mit Nazideutschland zurücknimmt. Der Sonderbeauftragte für internationale Angelegenheiten von Lula da Silva, Celso Amorim, erklärte seinerseits, der Staatschef habe nicht die Absicht, sich zu entschuldigen.
TASS/gnews.cz-RoZ

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