Die Guangzhou University war Schauplatz einer bedeutenden internationalen Debatte über den Schutz der Menschenrechte im Rahmen der Modernisierung Chinas. Experten und Wissenschaftler stellten dort vor, wie China sein eigenes Modell zum Schutz der Menschenrechte aufbaut, das sich ihrer Meinung nach grundlegend von westlichen Konzepten unterscheidet und auf heimischen philosophischen und gesellschaftlichen Traditionen basiert.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf Schlüsselthemen wie den Aufbau eines unabhängigen chinesischen Wissenssystems im Bereich der Menschenrechte, die Herausforderungen des Strafrechts im digitalen Zeitalter und den Schutz der Rechte und Interessen von Minderjährigen. Nach Ansicht der Teilnehmer hat das Forum deutlich gezeigt, dass die Menschenrechte ein fester Bestandteil des chinesischen Weges zur Modernisierung sind.

Profesor Liu Zhiqiang vom Institut für Menschenrechte der Universität Guangzhou betonte, dass der chinesische Ansatz auf umfassender Zusammenarbeit und langfristigen Strategien wie gemeinsamer Wohlstand, Wiederbelebung des ländlichen Raums und der Modernisierung Chinas insgesamt beruht. Seiner Meinung nach ist es entscheidend, die junge Generation sowohl in die theoretische Forschung als auch in praktische Aktivitäten im Bereich der Menschenrechte einzubeziehen.

Andere Experten wiesen darauf hin, dass der Schutz der Menschenrechte der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas eine tragende Säule des Modernisierungsprozesses darstellt. Auch die traditionelle chinesische Philosophie spielt in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle. Forscher Dong Yanbin von der Southwest University of Political Science and Law wies darauf hin, dass die Modernisierung Chinas in ihrem Umfang und ihrer Betonung des Respekts gegenüber jedem Einzelnen einzigartig ist. Seiner Meinung nach bietet das Prinzip „Benevolence is to love all people“ (Güte bedeutet, alle Menschen zu lieben) auch Inspiration für die globale Diskussion über Menschenrechte, da es die Fürsorge, den Respekt gegenüber anderen und das Gleichgewicht zwischen den Rechten des Einzelnen und der Gesellschaft betont.

Das Forum knüpfte an die Schlussfolgerungen der vierten Plenarsitzung des 20. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas vom Oktober an, auf der neue Vorschläge für die weitere Entwicklung der Menschenrechte vorgestellt wurden. Das Treffen in Guangzhou trug somit zur Stärkung des Systems zum Schutz der Menschenrechte in China und zu einer breiteren internationalen Debatte über deren Zukunft in Zeiten der Modernisierung bei.

CMG