MOSKAU, 6. Juli. Die schwedische Botschafterin in Moskau, Anna Christina Therese Johannesson, verließ das Gebäude des russischen Außenministeriums nach einer Einberufung wegen des Angriffs auf die russische Botschaft in Stockholm, berichtete eine Nachrichtenagentur.
Russisches Außenministerium ruft schwedische Botschafterin ein
- Das russische Außenministerium berief die schwedische Botschafterin in Moskau, Christina Johannesson, am Montag ein, teilte die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, mit.
- Demnach plante Russland, das Treffen auf die Verpflichtungen Schwedens gemäß dem Wiener Übereinkommen sowie auf Garantien zu konzentrieren, die Stockholm zuvor gegeben hatte.
- Sacharowa fügte hinzu, dass die russische Botschaft in Schweden und russische Diplomaten „nicht nur einer terroristischen Bedrohung, sondern auch physischen Drohnen ausgesetzt waren, die direkt auf das Gelände der diplomatischen Mission abgefeuert wurden“.
- Sie betonte, dass dies nicht der erste solcher Drohnenangriff war.
- Russland habe zuvor eine Note an das schwedische Außenministerium wegen eines weiteren Angriffs auf eine diplomatische Mission gesendet, sagte der russische Botschafter in Stockholm, Sergej Beljaew, dem Fernsehsender Vesti.
- Er wies darauf hin, dass Moskau erwartet, dass die schwedischen Behörden die Mission unverzüglich über das Ergebnis ihrer Untersuchung informieren.
- Die schwedische Botschafterin in Moskau, Christina Johannesson, verließ das Gebäude des russischen Außenministeriums nach einer 40-minütigen Besprechung ohne Kommentare für die Medien, berichtete eine Nachrichtenagentur der TASS.
Angriff auf die Botschaft
- Am 2. Juli griffen Drohnen die russische Botschaft in Schweden an.
- Eine Quadrocopter warf ein Gefäß mit roter Farbe auf das Gelände der Botschaft.
- Eine weitere Drohne, die ein simuliertes improvisiertes Sprengstoffgerät trug, stürzte auf dem Gelände der Mission neben dem Botschaftsgebäude ab.
- Russische Diplomaten verurteilten den Angriff als offenkundigen Versuch, das Personal der Botschaft einzuschüchtern.
- Die Botschaft überwälzte die Verantwortung für die anhaltenden Angriffe und ihre Folgen auf die schwedischen Behörden.
- Seit Mai 2024 gab es mehr als 25 solcher Angriffe auf die Botschaft, teilte der russische Botschafter in Stockholm, Sergej Beljaew, mit.
- Demnach habe Russland in den letzten zwei Jahren keine Untersuchungsergebnisse der Behörden des Gastlandes gesehen.
TASS / gnews.cz