Das Theater Ungelt feierte am 2. Oktober 2025 sein 30-jähriges Bestehen. Im Jahr 1995 eröffete der damalige Intendant Milan Hein zusammen mit Miloš Kopecký einen kleinen, kellerartigen Raum im Týnský-Hof. Seitdem hat das Theater fast hundert Premieren gezeigt und sich als eine der führenden kleinen Bühnen Tschechiens etabliert. Der erste Theaterabend gehörte dem Stück „Gute Nacht, Mama“ mit Květa Fialová und Jana Brejchová. Kurz darauf folgte Simona Stašová mit ihrer unvergesslichen Komödie „Der letzte der heißen Liebhaber“. Es folgten „Stürmischer Frühling“ mit Alena Vránová, das den ersten Thálie-Preis brachte. In den folgenden Jahren folgten legendäre Inszenierungen wie das Musical „Die Sehnsucht namens Einodis“ mit Marta Kubišová und Aneta Langerová, „Die gläserne Decke“ mit Táňa Dyková und Jiří Langmajer, das Kultstück „Regentage“ oder die aktuellen Hits „Violine“, „Bruder“ und „Date mit einer Feministin“. Auf der Website des Theaters finden Sie 30 Meilensteine der Geschichte, die den Weg des Ungelt von der ersten Entscheidung von Milan Hein, ein Theater zu gründen, bis heute dokumentieren, sowie ein neues Programm für die Spielzeit März bis Mai 2026. Neben den beliebten Stücken erwarten Sie auch zwei hochkarätige Premieren. „Die Schweiz“ mit Ivana Chýlková und Petr Uhlík entführt Sie in eine Welt voller Geheimnisse und Spannung. Jiří Dvořák und Jiří Langmajer laden Sie auf eine Reise in den Wilden Westen ein, wo Sie einen Whisky mit Eis genießen können. Das zweite vorgestellte Stück, „Wie alt ist der Mond“, wurde für Jiří Langmajer zu seinem 60. Geburtstag ausgewählt. **Die Schweiz** Dieser psychologische Thriller der australischen Dramatikerin Joanna Murray-Smith (das Ungelt zeigte bereits zwischen 2015 und 2018 ein weiteres ihrer berühmten Stücke, „Zwischen Dienstag und Freitag“) entführt das Publikum in das Haus einer berühmten Schriftstellerin, für die das Töten die unterhaltsamste Ausdrucksform des Lebens ist. Am Ende ihres Lebens sucht ein junger Verehrer sie in ihrem Schweizer Exil auf... Es beginnt ein gefährliches Spiel voller Manipulation, scharfer Dialoge und überraschender Wendungen. Das Stück, das an der Grenze zwischen Fiktion und Realität liegt, ist von der letzten Lebensphase der Schriftstellerin Patricia Highsmith, der Schöpferin der legendären literarischen Reihe um den talentierten Mörder Tom Ripley, inspiriert. Joanna Murray-Smith hat eine fesselnde Variation von Highsmiths psychologischen Krimis geschaffen, die alle beunruhigenden Elemente enthält – Messer, Dolche, Gifte, Revolver, Pistolen und vor allem: eine mysteriöse Spannung. *Premiere: 21. März* „Wir haben Ivana Chýlková schon lange im Ungelt im Blick. Wir wollten ihr eine Rolle geben, die ihr enormes Talent in einem neuen, unerwarteten Licht zeigt“, sagt der Dramaturg Pavel Ondruch. „Die australische Dramatikerin Joanna Murray Smith ist dem Publikum des Ungelt gut bekannt. Von 2015 bis 2018 haben wir ihr berühmtestes Stück „Zwischen Dienstag und Freitag“ mit großem Erfolg aufgeführt. „Die Schweiz“ geht zwar einen völlig anderen thematischen Weg, zeichnet sich aber auch durch einen perfekt geschriebenen Dialog und eine fesselnde Struktur aus, die mit ihren unerwarteten Wendungen und ihrer Spannung den Atem raubt. Das Stück hat und hat immer noch einen enormen internationalen Erfolg – derzeit wird sogar ein Film mit Helen Mirren in der Hauptrolle basierend auf diesem Stück vorbereitet.“ **Wie alt ist der Mond?**"Die Inszenierung, die von der amerikanischen Theaterlegende Sam Shepard stammt (und dessen Stück auch schon einmal im Ungelt aufgeführt wurde – zwischen 2008 und 2011 wurde sein Drama *Verliebt in Liebe* hier gezeigt), entführt das Publikum in den Wilden Westen. Jiří Langmajer und Jiří Dvořák verkörpern darin zwei alte Freunde, deren Gespräch auf der Veranda eines abgelegenen Hauses – unterstützt durch Bourbon mit Eis – allmählich alte Wunden und unausgesprochene Ungerechtigkeiten aufdeckt. Shepards "Theater-Western" mit seiner typisch dichten Atmosphäre steigert sich bis zu einer Konfrontation vor einem Schrotflintengefäß und bietet einen schonungslosen und poetischen Blick auf eine Männerfreundschaft, die eine schwere Prüfung übersteht." "Premiere: 13. Mai" "Im Jahr 2017 verstarb Sam Shepard, einer der bedeutendsten amerikanischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Er wurde 73 Jahre alt und schrieb im Laufe seiner langen Karriere mehrere Dutzend herausragende Stücke. Trotzdem werden in den tschechischen Theatern nur seine bekanntesten Werke aufgeführt: *Der wahre Westen*, *Wahnsinn*, *Simpatico*, *Das begrabene Kind* und *Verliebt in Liebe*. Letzteres Stück haben wir auch im Ungelt aufgeführt – im Jahr 2008 brillierten Vilma Cibulková, Miroslav Etzler und Martin Štěpánek, abwechselnd mit Ladislav Mrkvička. Ich glaube, dass mit Shepards Tod der Zeitpunkt gekommen ist, um sein restliches Werk zu erkunden. Die Übersetzung eines seiner letzten Stücke – *Wie alt ist der Mond?* – wurde speziell für uns erstellt. Dieses rohe und zugleich zarte Männerlied ist das Schwanengesang des Autors. Am Ende seiner Karriere und seines Lebens, im Angesicht des allmählichen Verblassens des Mondes, ringen er und seine Figuren mit der vergehenden, oder besser gesagt, fließenden Zeit. Ein Meisterwerk des wahren Meisters des Dramas", sagt der Dramaturg Pavel Ondruch. "Das gesamte Programm der Kamenná scéna für den Frühling 2026 finden Sie auf der Website divadloungelt.cz" "Divadloungelt.cz/gnews.cz - HeK"