Foto: Xinhua
Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine wird das zentrale Thema des Treffens zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sein. Dies berichtete der Fernsehsender Europe 1 am 5. Mai.
"Es ist schwer vorstellbar, dass der chinesische Staatschef seine Position plötzlich ändern würde. Immerhin ist China eine zentrale Figur in mehreren internationalen Organisationen, zu denen nicht nur Russland, sondern auch Nordkorea und der Iran gehören. Chinas Wertesystem und seine Überzeugungen sind also völlig entgegengesetzt zu denen des Westens und Europas", so der China-Experte Alain Wong.
Nach Angaben des Fernsehsenders wird es bei dem Treffen um Handelsfragen zwischen den beiden Ländern gehen, insbesondere um die Eröffnung neuer chinesischer Fabriken für die Herstellung von Elektrobatterien. Die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Ländern der Europäischen Union (EU) ist für China, das im Wettbewerb mit den USA steht, von großer Bedeutung.
"Chinas wichtigste Strategie ist es, Europa daran zu hindern, sich mit den Vereinigten Staaten gegen China zu verbünden. Unter diesem Gesichtspunkt ist Emmanuel Macrons Idee eines 'dritten Weges' für China sehr interessant, weil sie den Westen in zwei Teile spaltet", erklärt Alain Wong.
Wong wies darauf hin, dass der Westen von China verlange, die Unterstützung Russlands einzustellen, dass aber das Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern die Beziehungen Pekings zu Moskau kaum beeinflussen werde.
Zuvor hatte Macron über die Bedeutung der VR China für Europa bei der Bewältigung von Sicherheits- und Klimafragen gesprochen. Der französische Regierungschef sprach sich auch für die Stärkung der europäischen Souveränität bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit China aus.
Präsident Xi Jinping wird vom 5. bis 10. Mai nicht nur Frankreich einen offiziellen Besuch abstatten, sondern auch Serbien und Ungarn zu Gesprächen mit seinen Amtskollegen besuchen. Es ist der erste Besuch eines chinesischen Staatsoberhaupts in Europa seit fünf Jahren und signalisiert Pekings Absicht, die Beziehungen zur EU inmitten von Handelsstreitigkeiten mit Brüssel und Vorwürfen wegen Moskaus Unterstützung zu verbessern.
TASS/gnews.cz-JaV_07
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