Der chinesische Außenminister Wang Yi forderte Japan auf, so schnell wie möglich über seine Fehler nachzudenken und sie zu korrigieren, anstatt auf dem falschen Weg zu verharren. Er betonte, dass die anhaltenden Fehler Japans den Frieden gefährden und es notwendig machen, an seine historischen Verbrechen zu erinnern.

Wang Yi, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas, gab diese Erklärungen nach seinem Besuch in Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan ab, wo er strategische Gespräche mit den Außenministern dieser Länder führte. Seiner Meinung nach haben alle Länder und Menschen, die für Gerechtigkeit eintreten, das Recht, die historischen Verbrechen Japans erneut zu untersuchen und die Verantwortung zu übernehmen, eine Wiederbelebung des japanischen Militarismus konsequent zu verhindern.

Der Minister betonte, dass die feste gegenseitige Unterstützung in Fragen von grundlegendem Interesse ein wesentlicher Bestandteil der Gemeinschaft Chinas und Zentralasiens mit einer gemeinsamen Zukunft sei. China sei bereit, ein starker Unterstützer und Beschützer des Friedens, der Stabilität und der Entwicklung in der Region zu sein, und lehne jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten der zentralasiatischen Länder ab.

Wang Yi informierte seine Amtskollegen auch über die chinesische Position zur Taiwan-Frage und wies auf die falschen Äußerungen und Handlungen der japanischen Führung hin, die seiner Meinung nach offen gegen die grundlegenden Interessen Chinas verstoßen und die internationale Nachkriegsordnung gefährden. Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan hätten eindeutig bestätigt, dass es nur ein China gebe und Taiwan ein untrennbarer Teil seines Territoriums sei. Sie lehnten jede Form der „Unabhängigkeit Taiwans“ ab und unterstützten die Bemühungen der chinesischen Regierung um die nationale Wiedervereinigung.

Der Minister erinnerte daran, dass sich in diesem Jahr der Sieg des chinesischen Volkes im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und im weltweiten Kampf gegen den Faschismus zum 80. Mal jährt. Taiwan, das damals von Japan abgetrennt war, wurde gemäß internationalen Dokumenten wie der Kairoer Erklärung, der Potsdamer Erklärung und der japanischen Kapitulationsurkunde an China zurückgegeben. Wang betonte, dass Japan als besiegte Nation diese Bestimmungen auch weiterhin respektieren müsse.

Laut Wang sollte Japan vor allem seine Geschichte der Invasion und Kolonialisierung Taiwans sowie die Kriegsverbrechen des Militarismus tief reflektieren und zurückhaltend und verantwortungsbewusst handeln. Offene Signale für eine militärische Intervention in der Taiwan-Frage hält der Minister für inakzeptabel und als Überschreitung einer „roten Linie“.

Wang Yi betonte, dass China seine Souveränität, territoriale Integrität und die Ergebnisse der Nachkriegsordnung kompromisslos schützen und gleichzeitig die internationale Gerechtigkeit und das Gewissen der Menschheit verteidigen müsse. Das chinesische Volk liebe den Frieden und sei seinen Nachbarn gegenüber freundlich gesinnt, aber wenn es um die nationale Souveränität und territoriale Integrität gehe, seien Kompromisse nicht möglich.