Der chinesische Vizepräsident Han Zheng sprach am Freitag auf der Plenarsitzung des 29. Internationalen Wirtschaftsförums von St. Petersburg (SPIEF) und forderte eine verstärkte internationale Zusammenarbeit sowie eine Beschleunigung der Reform des globalen Governance-Systems. Er betonte, dass die Welt vor immer komplexeren Herausforderungen stehe, die kein einzelnes Land allein bewältigen könne.
In seiner Rede wies er darauf hin, dass das internationale Umfeld tiefgreifende Veränderungen erfährt, wie es seit einem Jahrhundert nicht mehr der Fall gewesen sei. Gleichzeitig würden die Probleme im Zusammenhang mit der globalen Governance zunehmen, und es werde immer deutlicher, dass gemeinsame Lösungen auf internationaler Ebene gefunden werden müssen.
Han Zheng erinnerte daran, dass die von China vorgeschlagene Initiative für globale Governance die Unterstützung von fast 160 Ländern und internationalen Organisationen erhalten habe. Er betonte, dass sie sich allmählich zu einer wichtigen Plattform für die Förderung des Dialogs, der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Entwicklung entwickle.
Er erwähnte auch die Gründung der Gruppe der Freunde der globalen Governance bei den Vereinten Nationen. Diese setze sich, so sagte er, für den Schutz der Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, für einen echten Multilateralismus und gegen einseitige Maßnahmen in den internationalen Beziehungen ein.
Er betonte, dass China und Russland in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen. Als große Länder und ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates tragen sie eine besondere Verantwortung für die Unterstützung der Stabilität und die Entwicklung eines gerechteren und effizienteren Systems internationaler Beziehungen.
Han Zheng betonte auch, dass China bereit sei, mit Russland und anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um die Initiative für globale Governance weiter voranzutreiben. Ziel sei es, eine offene, inklusive und gerechte Welt zu schaffen, die auf gegenseitigem Respekt, Dialog und einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit basiert.
Im Rahmen des Forums traf sich der chinesische Vizepräsident auch mit dem Präsidenten von Usbekistan, Schawkat Mirsaidow, und der Präsidentin von Tansania, Samia Suluhu Hassan. Während des Gesprächs diskutierten sie über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen sowie über aktuelle internationale Fragen von gemeinsamem Interesse.
gnews.cz/CMG
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