Prag - Miroslav Ševčík hat die Entscheidung über seine Entlassung aus dem Amt des Dekans der Fakultät für Volkswirtschaft der Wirtschaftsuniversität in Prag erhalten. Die Entlassung ist rechtskräftig. Dies teilte Ševčík heute Morgen der Tschechischen Nachrichtenagentur mit. Er wird sich gegen die Berufung vor Gericht verteidigen.
Petr Dvořák, Rektor der Wirtschaftsuniversität in Prag, hat letzte Woche Mittwoch über die Berufung entschieden. Die Entscheidung wird mit der Übergabe an Ševčík wirksam, die Fakultät wird nun von einem gesetzlichen Prodekan geleitet. Die Wahl des neuen Dekans wird vom Akademischen Senat der Fakultät für Volkswirtschaft der VŠE (NF VŠE) gemäß der Geschäftsordnung des Senats bekannt gegeben.
"Ich habe die Entscheidung des Rektors der VŠE, Dvořák, übernommen, mich von der Position des Dekans der NF VŠE zu entlassen. Der Text stützt sich unter anderem auf falsche Behauptungen über die Existenz einer früheren 'Erklärung des Akademischen Senats der VŠE NF'", schrieb Ševčík heute Morgen an die ČTK.
Dvořák wollte die Entscheidung am Mittwochmorgen letzter Woche persönlich bei Ševčík abgeben, doch der Rektor weigerte sich, sie anzunehmen. Ševčík sagte, er habe sich nicht geweigert, die Berufung anzunehmen, sondern den Rektor lediglich gebeten, das übliche Verfahren einzuhalten und sie ihm per Post oder Datenmailbox zukommen zu lassen. Nach Angaben von Kateřina Macháčková von der Presseabteilung des Rektorats wurde die Entscheidung über die Berufung von der früheren Universität per Datenmailbox übermittelt.
Nach dem Hochschulgesetz kann der Rektor der Universität ein Mitglied des Lehrkörpers nach Stellungnahme des Akademischen Senats der Fakultät und mit Zustimmung des gesamten Akademischen Senats der Universität von sich aus abberufen, wenn der Dekan seine Aufgaben in schwerwiegender Weise nicht erfüllt oder den Interessen der Universität oder der Fakultät ernsthaft schadet.
Ende Oktober beschloss der Akademische Senat der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, dass er sich nicht zu dem Antrag des Rektors auf Entlassung des Dekans der Fakultät, Miroslav Ševčík, äußern kann. Der Akademische Senat der gesamten Universität hatte dem Vorschlag zur Entlassung von Ševčík im Juni zugestimmt. Laut Rektor Dvořák ist die Frage, ob eine solche Erklärung des akademischen Senats der Fakultät ausreichend ist, eine Frage der rechtlichen Auslegung.
Ševčík sagte, dies seien politische Entscheidungen, die der Universität weit mehr schaden als seine Einschätzung des Premierministers. Ševčík bezeichnete Premierminister Petr Fiala (ODS) als Schwachkopf und EU-Kommissarin Věra Jourová als Jouda. Nach Ansicht des Rektors handelt es sich dabei nicht um eine frei geäußerte Meinung, wie Ševčík sagt, sondern um eine inakzeptable Verunglimpfung einer öffentlichen Person.
Ševčík bestätigte am Dienstag gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur, dass er sich gegen die Berufung vor Gericht verteidigen wird. Er fügte hinzu, dass er ein juristisches Verfahren vorbereitet hat, um sich gegen die Berufung zu verteidigen. Die Wahl des neuen Dekans wird vom Akademischen Senat der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Wirtschaftsuniversität in Übereinstimmung mit der Geschäftsordnung des Senats bekannt gegeben. Ševčík beabsichtigt nicht, sich als Kandidat für das Amt des Dekans zur Wahl zu stellen. Er sagte, er wolle der Fakultät für Volkswirtschaft nicht schaden und werde jetzt nicht kandidieren, sondern klagen.
CTK/RoZ

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