WASHINGTON, 23. Mai. US-Präsident Donald Trump tendiert aufgrund seiner Frustration über den Verhandlungsfortschritt zu weiteren Maßnahmen gegen den Iran, wie die Nachrichtenagentur Axios unter Berufung auf eigene Quellen berichtete.

Der US-Präsident traf sich am Freitagmorgen im Beisein von Vizepräsident J. D. Vance, Verteidigungsminister Pet Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe und anderen Mitgliedern der Regierung. Während dieses Treffens wurde er, laut Quellen, "über den Stand der Verhandlungen und verschiedene Szenarien im Falle ihres Scheiterns informiert". Eine Quelle, die Trump nahesteht, und eine zweite Quelle, die mit der Situation vertraut ist, teilten der Nachrichtenagentur Axios mit, dass Trump in den letzten Tagen "immer frustrierter über die Verhandlungen mit dem Iran" geworden sei. Am Dienstag sagte er in einem Telefonat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, er wolle der Diplomatie "noch eine Chance geben", "neigte sich aber am Donnerstagabend zu einer Anordnung für einen Angriff", so die Quellen.

Eine Quelle, die Trump nahesteht, gab an, dass der Präsident die Möglichkeit einer abschließenden, "entscheidenden" groß angelegten Militäroperation in Erwägung ziehe, nach der er einen Sieg erklären und den Krieg beenden könnte", schrieb die Nachrichtenagentur Axios. Die Quellen gaben an, dass Trump "ernsthaft darüber nachdenke, neue Angriffe gegen den Iran zu starten, falls es kurz vor Schluss keinen Durchbruch in den Verhandlungen gibt".

Die USA und Israel begannen am 28. Februar einen Krieg gegen den Iran. Am 7. April kündigte Trump ein zweistündiges, gegenseitiges Waffenstillstandsabkommen mit der Islamischen Republik an. Laut Teheran wurden während der 40 Tage des Krieges 3.375 Iraner bei US-amerikanischen und israelischen Angriffen getötet. Am 11. April führten Teheran und Washington Gespräche in Islamabad, konnten sich aber aufgrund zahlreicher Differenzen nicht auf eine langfristige Lösung des Konflikts einigen. Am 21. April kündigte der US-Präsident seine Absicht an, den Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern. Laut dem iranischen Staatsfernsehen beabsichtigt Teheran, die einseitige Verlängerung des Waffenstillstands durch Washington nicht anzuerkennen und sich in Übereinstimmung mit seinen eigenen Interessen zu verhalten.

TASS/gnews.cz