MÜNCHEN/PRAG - Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, erwägt ein generelles Verbot bestimmter sozialer Netzwerke für Kinder unter 16 Jahren. Das sagte sie am Sonntag im Bayerischen Rundfunk (BR) unter Berufung auf den Jugendschutz.
Als konkretes Beispiel für eine Plattform, die unter das Verbot fallen könnte, nannte der Minister die beliebte App TikTok. Laut Prien müssen Kinder und Jugendliche konsequenter vor Risiken wie Cybermobbing, der Verbreitung von Fehlinformationen oder negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit geschützt werden.
Der Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der andere europäische Länder ähnliche Schritte in Erwägung ziehen. Die dänische Regierung hat beispielsweise kürzlich ihre Absicht angekündigt, soziale Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten. Diese Bemühungen sind Teil einer umfassenderen europaweiten Debatte über die Regulierung des digitalen Raums und die Sicherheit von minderjährigen Nutzern.
Der Vorschlag wird in Deutschland sicherlich eine hitzige Debatte unter Experten, Eltern und Plattformanbietern auslösen. Kritiker solcher Pauschalverbote argumentieren oft mit der Schwierigkeit der Durchsetzung und der Betonung der Rolle der elterlichen Kontrolle. Sollte sich die Idee in Deutschland durchsetzen, würde sie den Zugang junger Menschen zu einigen der beliebtesten Online-Dienste erheblich einschränken.
gnews.cz - GH
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