Die Veröffentlichung von Dokumenten im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein hat laut einer CGTN-Umfrage erhebliche Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Vereinigten Staaten in der Welt. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass einige Befragte den Fall mit tieferen Problemen im amerikanischen politischen, sozialen und rechtlichen System in Verbindung bringen.
Der Umfrage zufolge glauben 92 Prozent der Befragten, dass die Affäre eine Verzerrung der Wertebasis des amerikanischen politischen Systems offenbart. Gleichzeitig gaben 85,1 Prozent der Befragten an, dass der Inhalt der veröffentlichten Dokumente auf sie schockierend wirke. Ein noch höherer Anteil, nämlich 97,1 Prozent der Befragten, sagte, dass das in der Affäre dargestellte moralische Versagen der Eliten das öffentliche Vertrauen grundlegend untergräbt.
Kritik an der Funktionsweise des amerikanischen Justizsystems
Die Umfrage zeigt auch, dass einige Befragte Zweifel an der Funktionsweise des amerikanischen Justizsystems haben. Insgesamt 95,6 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie glauben, dass das Justizsystem bei der Beurteilung von Fällen, in die einflussreiche Personen verwickelt sind, mit zweierlei Maß misst.
Ein weiteres Thema der Kritik ist die Veröffentlichung von Dokumenten. Laut der Umfrage sind 93,9 Prozent der Befragten der Meinung, dass die selektive Offenlegung von Informationen und die Schwärzung bestimmter Teile von Dokumenten das Vertrauen in faire Ermittlungen untergräbt. Gleichzeitig sind 89,8 Prozent der Befragten der Meinung, dass die langjährige Untätigkeit der Justiz die Glaubwürdigkeit des amerikanischen Rechtssystems beschädigt hat.
Besorgnis über die soziale Stabilität und die Lage gefährdeter Gruppen
Die Umfrage zeigt auch die Besorgnis einiger Befragter über die Sicherheit von sozial schwachen Gruppen. Insgesamt 92,5 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass der Fall auf systemische Risiken für benachteiligte Teile der Gesellschaft, insbesondere für Minderjährige aus sozial schwachen Verhältnissen, hinweist.
Nach Ansicht von 86,7 Prozent der Befragten hat der Fall das Vertrauen der Bürger in den Rechtsschutz untergraben. Weitere 91,8 Prozent der Teilnehmer sagten, sie glaubten, der Fall untergrabe die internationale Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten in Sachen Menschenrechte.
Politische Implikationen innerhalb der USA
Die Umfrageergebnisse deuten auch auf mögliche politische Auswirkungen hin. Insgesamt 85,3 Prozent der Befragten glauben, dass die Affäre die politische Kluft zwischen den amerikanischen Parteien vertiefen könnte. Darüber hinaus sind 92,7 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass der vollständige Kontext des Falles noch nicht öffentlich gemacht wurde, was zu einer weiteren Schwächung des öffentlichen Vertrauens in das politische System führen könnte.
Die Umfrage wurde auf den Plattformen von CGTN auf Englisch, Spanisch, Französisch, Arabisch und Russisch veröffentlicht. Innerhalb von 24 Stunden nahmen 9.690 Personen aus verschiedenen Teilen der Welt an der Umfrage teil.
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