BELGRAD - Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat erneut bekräftigt, dass der Beitritt zur Europäischen Union weiterhin das strategische Ziel Serbiens ist, trotz anhaltender Meinungsverschiedenheiten und gegenseitiger Enttäuschungen zwischen Belgrad und Brüssel. In seiner Rede betonte er, dass es keine Alternative zum europäischen Weg Serbiens gibt, lehnte jedoch eine Unterbrechung der traditionell guten Beziehungen zu Russland und anderen asiatischen Staaten ab.

„Es gibt Tausende von Gründen für Enttäuschungen, genauso wie es Enttäuschungen seitens ihrer Seite gibt. Serbien bleibt letztendlich auf dem europäischen Weg, und das möchte ich auch sehen – in der Europäischen Union“, sagte Vučić. Er betonte gleichzeitig, dass seine Position eindeutig sei und keine Zweifel zulasse. „Lassen Sie mich ganz klar sein – nein“, erklärte er.

Der Präsident wies darauf hin, dass Serbien vor der schwierigen Aufgabe stehe, die europäischen Ambitionen mit der Aufrechterhaltung langfristiger Partnerschaften außerhalb der Europäischen Union in Einklang zu bringen. Er betonte, dass es notwendig sei, weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu asiatischen Ländern aufrechtzuerhalten, darunter auch Russland.

Vučić lehnte einen Ansatz ab, wonach Serbien die Zusammenarbeit mit bestimmten Staaten nur aufgrund der Haltung anderer Länder unterbrechen sollte. „Wir können uns nicht gegen jemanden stellen, nur weil sich jemand anderes gegen ihn stellt“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er keinen Grund sehe, warum Serbien keine Zusammenarbeit mit der Ukraine entwickeln sollte. Nach seinen Worten habe die Priorität die Erreichung von Frieden und die Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Außenpolitik.

In Bezug auf häufige Kommentare, dass Serbien zwischen Ost und West balanciert, räumte der Präsident ein, dass eine bestimmte Form des Ausgleichs in den internationalen Beziehungen üblich sei. Er betonte jedoch, dass die europäische Integration für die langfristige Zukunft des Landes eine klar definierte strategische Richtung darstelle. „Die Leute sagen, wir balancieren, und das Balancieren ist in vielerlei Hinsicht möglich, aber nicht, wenn es um Ihre Zukunft geht. Der europäische Weg ist unser strategisches Ziel. Für uns gibt es keine Alternative“, erklärte Vučić.

Zum Schluss betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit mit allen Staaten, die den Beitritt zur Europäischen Union anstreben. Er sagte, dass die Stärkung der Beziehungen zwischen den Kandidatenländern eine wichtige Voraussetzung für weitere Fortschritte im europäischen Integrationsprozess sei. Der serbische Präsident bekräftigte damit, dass Belgrad seine europäische Ausrichtung fortsetzen wolle, während es gleichzeitig bestrebt sei, offene Beziehungen zu traditionellen Partnern im Osten aufrechtzuerhalten.

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