Die Reserven der US-Banken sind auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen, was die Federal Reserve dazu zwang, den größten Notkredit seit 2020 zu vergeben. Hinter dieser stillen Rettungsaktion verbirgt sich eine drohende Liquiditätskrise, wachsende nicht realisierte Verluste und möglicherweise eine Abwertung des US-Dollars, die alle globalen Anleger und Investoren berücksichtigen müssen.

Die Märkte analysierten noch die Erklärung der Fed vom November, als eine weitere, viel lautere Nachricht in den Schlagzeilen erschien: eine einmalige Injektion von 29 Milliarden US-Dollar durch Repo-Transaktionen, die größte seit Beginn der Pandemie. Dieser Schritt beendet faktisch die quantitative Straffung, deckt einen akuten Liquiditätsmangel bei den Banken auf und unterstreicht, wie nahe das Finanzsystem am Stillstand ist.

Was ist die Ursache für diese plötzliche Belastung? Die Geschäftsbanken sind am Rande der Erschöpfung. Die Gesamtreserven sind auf etwa 2,8 Billionen US-Dollar gesunken, ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2020 erreicht wurde. Gleichzeitig kämpft die Branche mit geschätzten nicht realisierten Verlusten in Höhe von 400 Milliarden US-Dollar, die größtenteils auf zwei schlecht getimte Spekulationen zurückzuführen sind.

Erstens hatten sich die Institute während der Konjunkturprogramme im Jahr 2020 mit niedrig verzinslichen Staatsanleihen vollgestopft. Die schnell steigenden Renditen haben seitdem die Kurse der Anleihen drastisch nach unten getrieben, was zu Buchverlusten geführt hat, die ohne die Bildung von Kapitaldefiziten nicht realisiert werden können. Zweitens tritt nun der lange erwartete Rückgang der Gewerbeimmobilien ein: Leerstände in Bürogebäuden steigen rasant, die Mieten sinken und die Ausfallraten erhöhen sich, was den Wert von Sicherheiten in den Bilanzen der Banken zerstört.

Angesichts des anhaltenden Abflusses von Einlagen und des Mangels an frischem Kapital ist die einzige Rettung die "Druckmaschine" der Federal Reserve. Die politischen Entscheidungsträger können zwar hart über Inflation sprechen, aber ihre Handlungen – die Beendigung der quantitativen Straffung und die Wiedereröffnung des Geldhahns – senden ein anderes Signal: Die finanzielle Stabilität hat jetzt Vorrang vor der Preisstabilität. Eine wahrscheinliche Folge ist ein größeres Angebot an US-Dollar, eine schwächere amerikanische Währung und ein erneutes Interesse an inflationsgeschützten Sachwerten wie Gold.

Für Privatanleger und Portfoliomanager ist die Schlussfolgerung klar. Überprüfen Sie die Cash-Allokation, verkürzen Sie die Laufzeiten von Anleihen, diversifizieren Sie geografisch und erwägen Sie Investitionen in inflationsgeschützte Vermögenswerte. Die Federal Reserve hat ihre Absichten deutlich gemacht; das Warten auf eine weitere offizielle "Kehrtwende" könnte bedeuten, dass Sie in Echtzeit beobachten, wie Ihre Kaufkraft schwindet.

Dieser Artikel basiert auf einem Video von ITM TRADING, INC. Das vollständige Video ist hier verfügbar: FED BAILOUT Triggered as Bank Reserves Crash to 5-Year Low

Youtube video – ITM TRADING, INC. / gnews.cz - GH