Die Vereinigten Staaten haben angeblich als Teil ihres Friedensplans die Schaffung einer entmilitarisierten Zone (DMZ) entlang der aktuellen Frontlinie in der Ukraine vorgeschlagen. Nach Informationen der Washington Post (WP) würde diese Zone nicht nur einen Streifen ohne direkten Beschuss umfassen, sondern auch einen tieferen Streifen dahinter, in den schwere Waffen zurückgezogen werden sollen – eine Lösung, die an die DMZ zwischen Nord- und Südkorea erinnert.
Der Vorschlag ist Teil der Friedensplan-Dokumente, die die USA an Kiew geschickt haben, und soll eine der Optionen für die Lösung der Grenz- und Sicherheitsfragen nach dem Krieg sein. WP berichtet, dass die Zone ein „sorgfältig kontrolliertes Gebiet“ wäre – mit Kontrolle der Bewegungsfreiheit und der Bewaffnung –, was jedes Überschreiten der Frontlinie erschweren würde.
Berichten zufolge wurden bei den Gesprächen in Genf und später in den USA (Florida) zwischen amerikanischen und ukrainischen Vertretern nicht nur die Grenzen, sondern auch wirtschaftliche und sicherheitspolitische Garantien, Bedingungen für die Zeit nach den Wahlen und mögliche Überwachungsmechanismen erörtert. Diese Konsultationen sollten den ursprünglichen 28-Punkte-Plan, der zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Kiew und den europäischen Partnern geführt hatte, unter Berücksichtigung der Anmerkungen der Ukraine und der Europäer auf etwa 20 Punkte reduzieren.
Die ukrainische Führung und ihre Partner in Europa haben angeblich bekräftigt, dass jede Lösung dauerhafte Sicherheitsgarantien gewährleisten muss und dass Kiew ohne klare Verifizierung keine dauerhaften Zugeständnisse machen wird. Zu den wichtigsten Bedingungen gehört, dass eine DMZ nicht die faktische Anerkennung der derzeitigen Besatzungslinien als endgültige Grenzen bedeutet und dass sie eine internationale Überwachung umfasst.
Gleichzeitig wird laut Quellen in internationalen Kreisen diskutiert, dass das endgültige Abkommen die Beteiligung internationaler Beobachter- oder Friedenstruppen beinhalten müsste, um die Einhaltung der Bedingungen – insbesondere die Beschränkung schwerer Waffen und der Bewegungsfreiheit – überprüfen zu können. Der Inhalt einer solchen Vereinbarung könnte zu einem der Kernpunkte eines möglichen Waffenstillstands und einer Nachkriegsordnung werden.
Es bleibt offen, ob die Ukraine den Vorschlag vollständig annehmen wird – die Hauptstreitfrage ist der Status des Gebiets und die Definition der künftigen Grenzen. Nach aktuellen Informationen bereitet Kiew offenbar eine eigene aktualisierte Fassung des Rahmenwerks vor, die nach weiteren Konsultationen mit den europäischen Partnern bald an Washington übermittelt werden soll.
gnews.cz - GH
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