WASHINGTON - Die Vereinigten Staaten haben heute eine deutliche Erhöhung der finanziellen Belohnung für Informationen angekündigt, die zur Ergreifung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führen. Laut einer Erklärung der US-Generalstaatsanwältin Pamela Bondi bietet Washington 50 Millionen Dollar (fast 1,1 Milliarden Kronen) und damit das Doppelte der im Januar von den USA angekündigten Belohnung von 25 Millionen Dollar.

Bondi sagte, Maduro sei seit langem in umfangreiche kriminelle Aktivitäten verwickelt und unterhalte Kontakte zu kriminellen Organisationen, insbesondere im internationalen Drogenhandel. Nach Ansicht der US-Regierung hat der venezolanische Präsident direkt finanziell von diesen illegalen Aktivitäten profitiert. "Nicolás Maduro missbraucht sein Amt, um Drogenkartelle zu unterstützen und die Region zu destabilisieren", sagte der Minister und fügte hinzu, dass die US-Regierung das venezolanische Volk in seinem Kampf für eine freie und demokratische Zukunft weiterhin unterstützen werde.

Dieser Schritt erfolgt mehr als ein Jahr nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Venezuela, deren Ergebnisse von den Vereinigten Staaten und einer Reihe anderer Länder nicht anerkannt wurden. Die Opposition und internationale Beobachter haben auf ein undurchsichtiges Wahlverfahren, die Manipulation der Ergebnisse und die Einschüchterung der politischen Gegner hingewiesen. Washington betrachtet Maduro daher weiterhin als illegitimen Führer und unterstützt den Präsidenten der Nationalversammlung als Interims-Staatschef.

Gleichzeitig rief die US-Regierung die internationale Gemeinschaft auf, sich an der Belohnung zu beteiligen und bei der Ergreifung des venezolanischen Präsidenten mitzuwirken. Ziel sei es, so Bondi, Maduro wegen Menschenrechtsverletzungen, Korruption und Verwicklung in das internationale organisierte Verbrechen vor Gericht zu bringen. Die Belohnung wird an jeden gezahlt, der Informationen liefert, die zu seiner Verhaftung oder Verurteilung führen. Washington bestätigte auch, dass umfangreiche Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela in Kraft bleiben, um die finanziellen Ressourcen der herrschenden Elite im Rahmen des Kampfes gegen das Maduro-Regime einzuschränken.

Analysten zufolge ist die Erhöhung des Kopfgeldes ein Signal dafür, dass die USA ihren Druck auf Caracas verstärken. Dieser Schritt könnte die Spannungen zwischen den beiden Ländern, deren diplomatische Beziehungen seit mehreren Jahren zum Erliegen gekommen sind, weiter verschärfen. Die Lage in Venezuela ist nach wie vor angespannt und die wirtschaftliche und humanitäre Krise verschärft sich weiter.

gnews,cz - GH