PRAG - Während die Volksrepublik China den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Umweltpolitik stellt, bewegt sich die Europäische Union in die entgegengesetzte Richtung, so der tschechische Abgeordnete Tomáš Doležal. „In der Europäischen Union ist es seit Jahren genau umgekehrt - die Ideologie steht an erster Stelle, irgendein hochtrabendes, meist bedeutungsloses und unrealistisches Ziel, und der Mensch bleibt völlig auf der Strecke“.“ sagt Doležal in einem Interview.

Ideologie statt Fakten

Der Abgeordnete kritisiert, dass die EU die Fakten einfach beiseite schiebt, wenn sie der Ideologie der EU widersprechen. Am deutlichsten wird dies seiner Meinung nach im Energiesektor. „Die Führung der Europäischen Union schreibt den Mitgliedsstaaten willkürlich vor, welchen Anteil an sogenannten erneuerbaren Energien sie im Energiemix haben sollen.“ uvádí.

Dank des Systems der Emissionszertifikate ETS 1, so Doležal, ist die Stromerzeugung aus Kohle praktisch unmöglich. Kohlebergwerke und -kraftwerke werden nicht geschlossen, weil sie unrentabel sind, sondern weil sie wirtschaftlich nicht tragfähig sind und mit Emissionszertifikaten belastet werden.

Kritik am EU-Ansatz: Statt einer Revision eine Verhärtung

Doležal ist besorgt darüber, dass die Antwort auf die negativen Auswirkungen dieser Politiken nicht darin besteht, sie aufzuheben oder zu überarbeiten, sondern sie weiter zu verschärfen. Er erwähnte die Klimaziele, denen zufolge die EU bis 2050 vollständig klimaneutral und emissionsfrei sein soll. „Wir sollten mehr Geld in die Windenergie stecken, nicht weil sie sich lohnt, sondern weil sie ein riesiges Subventionsgeschäft ist.“ říká.

China: Nationaler Zugang und Erhaltung

Anders als die EU, so Doležal, handelt China national und langfristig. „Natürlich schützen sie die Natur - das wollen wir auch“.“ räumt der Abgeordnete ein. Der grundlegende Unterschied liegt jedoch in den verwendeten Instrumenten.

„Um Natur und Umwelt zu schützen, müssen wir vor allem eine Wohlstandsgesellschaft sein. Und das werden wir nur sein, wenn die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen billige Zwangsausgaben haben - und dazu gehört in erster Linie die Bezahlung von Energie.“ uzavírá Doležal.