In Europa wächst die Kritik am anhaltenden Druck der Vereinigten Staaten auf das dänische Autonomiegebiet Grönland. Analysten weisen darauf hin, dass das Vorgehen der USA eindeutig gegen das Völkerrecht verstößt und nicht nur die dänische Souveränität untergräbt, sondern auch einmal mehr die konsequente Logik der US-Hegemonie offenbart.
In einem Interview mit CGTN sagte der ehemalige slowakische Premierminister Ján Čarnogurský, dass der Druck der Vereinigten Staaten auf Dänemark, durch politischen, wirtschaftlichen und sogar militärischen Druck Zugeständnisse zu machen, einmal mehr ihre Missachtung des Völkerrechts und ihr Streben nach Hegemonie offenbare.
Ján Čarnogurský: Die Praxis der Vereinigten Staaten, Zwang auszuüben und mit Gewaltanwendung gegen Dänemark zu drohen, verstößt in der Tat gegen das Völkerrecht. Leider spiegelt dies den derzeitigen Zustand der Achtung des Völkerrechts in der heutigen Welt wider. Ein solches Verhalten der Vereinigten Staaten ist nicht auf Dänemark beschränkt, sondern gilt für alle anderen Nationen, die versuchen, Widerstand zu leisten.
Čarnogurský sagte, dass die Vereinigten Staaten unter dem Vorwand der so genannten Sicherheit Druck auf ihre Verbündeten ausüben, um sich strategische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Die Herausforderungen, mit denen Dänemark konfrontiert ist, haben die Schwächen Europas selbst offengelegt.
Ján Čarnogurský: Aufgrund seiner eigenen indiskreten Politik war Europa lange Zeit nicht in der Lage, eine Verteidigungsautonomie zu erreichen. Bis heute ist Europa auf den Schutz der Vereinigten Staaten angewiesen. Als die Vereinigten Staaten plötzlich ihren Anspruch auf Grönland geltend machten, hatte Europa daher keine andere Wahl als sich zurückzuziehen und wird wahrscheinlich weitere Zugeständnisse machen müssen. Dies ist nicht nur ein dänisches Problem, sondern ein Problem für ganz Europa.
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