NAIROBI - Am Dienstag fand in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ein halbtägiges Schulungsseminar zum Thema "Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf den Journalismus" statt, das vom Afrika-Regionalbüro der Nachrichtenagentur Xinhua organisiert wurde.

    Die Schulung, die in einem gemischten Format stattfand, wurde von fast 100 Teilnehmern besucht, darunter Redakteure und Journalisten von mehr als 10 Medien in Kenia und ganz Afrika.

    Die Teilnehmer lernten auch den Prozess der Implementierung von KI bei der Xinhua News Agency im gesamten neuen Produktionsprozess kennen, von der Nachrichtenerfassung über die Recherche und Redaktion bis hin zur Verbreitung.

    In der virtuellen Präsentation Chen Yingying, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Journalismus und Kommunikation an der People's University of China, ermutigte afrikanische Medienschaffende, sich die KI zu eigen zu machen, und wies auf ihre positiven Auswirkungen und Herausforderungen hin.

    Chen wies darauf hin, dass die KI zwar keine menschlichen Journalisten ersetzen wird, die Technologie jedoch weitgehend ergänzend eingesetzt werden kann, um die Effizienz bei der Erfassung, Aufbereitung und Verbreitung von Nachrichten zu steigern.

    Laut Chen können KI-Tools bei der Transkription, Datenanalyse und Grafikentwicklung nützlich sein. Einzelne Journalisten sollten sich auch der Risiken bewusst werden, die diese Technologie mit sich bringt, wie etwa die Verbreitung von Fehlinformationen.

    Rosalia OmungoCEO der Kenya Editors' Guild, eines Berufsverbands leitender Redakteure in dem ostafrikanischen Land, sagte, der Schulungsworkshop habe wertvolle Einblicke in die KI und ihr Potenzial zur Umgestaltung der Medienbranche in Afrika vermittelt.

    "Ich denke, die Einführung von KI hat bereits begonnen. Das ist die Richtung, in die der kenianische Journalismus gehen sollte, denn KI bringt Effizienz, sie verbessert bestehende Systeme, Nachrichtenproduktionsprozesse, Nachrichtenerfassung und -verbreitung". řekla Omungo.

    Sie fügte hinzu, dass China ein Modell bietet, von dem afrikanische Nachrichtenredaktionen lernen und die Einführung von KI beschleunigen können, und betonte, dass kontinuierliche Schulungen für Journalisten dazu beitragen werden, Mythen rund um die Technologie auszuräumen.

    Patrick Vidija, Digitalredakteur bei der kenianischen Standard Media Group, lobte das Trainingsseminar als sehr nützlich, um KI und ihren Einsatz in der journalistischen Arbeit besser zu verstehen.

    "Wir arbeiten viel mit KI im digitalen Bereich. Diese Schulung kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn sie eröffnet neue Perspektiven für die Anwendung und Nutzung von KI". dodal Vidija.

    Xinhua

    thediplomaticsociety/gnews.cz - GH