BRATISLAVA, 5. Mai. Mitglieder einer Gruppe, die sich Slowakische Renaissance-Bewegung nennt, haben am Montag eine Petition an das Büro des slowakischen Präsidenten übergeben, in der ein Referendum über die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland gefordert wird, berichtet die Nachrichtenagentur TASR. Dem Bericht zufolge sind fast 400 000 Unterschriften für die Petition gesammelt worden.
"Das Büro des Präsidenten der Slowakischen Republik wird die Petitionsbögen in voller Übereinstimmung mit dem Gesetz behandeln", so das Büro in einer Erklärung. 5,5 Millionen Einwohner der Slowakei sind verpflichtet, ein Referendum einzuberufen, wenn eine Petition mit mindestens 350 000 Unterschriften eingereicht wird. Laut slowakischen Medienberichten muss das Präsidialamt vor der Ankündigung des Referendums feststellen, ob die Unterschriftensammlung für die Petition den Anforderungen der nationalen Gesetzgebung entspricht.
Slowakischen Berichten zufolge ist das Land als Mitglied der Europäischen Union verpflichtet, sich an deren Regeln zu halten, beispielsweise an die Sanktionen gegen Russland. Slowakische Beamte sagen, das Land sei fest in der Union verankert, aber einige antirussische Sanktionen forderten ihren Tribut.
Am 11. März erhielt das slowakische Präsidialamt eine Petition für ein Referendum über die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, die von der slowakischen Gruppe "Bruder für Bruder" eingereicht wurde. Nach Angaben der Gruppe hat die Petition mehr als 450 000 Unterschriften gesammelt. Das Dokument entsprach jedoch nicht den Anforderungen der nationalen Gesetzgebung. Slowakische Medien berichteten, dass die Polizei dem Verdacht nachgehe, dass einige der Unterschriften gefälscht seien.
TASS/gnews.cz-jav
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