Die Regierung von Präsident Donald Trump hat den beispiellosen Schritt unternommen, der Harvard-Universität die Zulassung ausländischer Studenten zu entziehen.

Diese Entscheidung wurde vom Minister für Innere Sicherheit bekannt gegeben Kristi Noemovou In einem Schreiben, das im sozialen Netzwerk X veröffentlicht wurde, heißt es, dass Harvard keine neuen internationalen Studenten mehr aufnehmen kann und dass die bestehenden internationalen Studenten an andere Schulen wechseln müssen oder Gefahr laufen, ihren legalen Status in den USA zu verlieren. Harvard hat diesen Schritt als illegal bezeichnet und bereitet rechtliche Schritte vor, um ihn rückgängig zu machen.

Laut einer offiziellen Erklärung des Department of Homeland Security (DHS) wurde der Harvard University die Zulassung im Rahmen des Student and Exchange Visitor Program (SEVP) entzogen, das es Universitäten erlaubt, ausländische Studenten mit Studentenvisa aufzunehmen. Der Grund für diesen Schritt ist, dass Harvard es angeblich versäumt hat, mit den Anforderungen des Ministeriums zu kooperieren.

Bereits am 16. April 2025 forderte Noem in einem Schreiben an Harvard detaillierte Angaben zu internationalen Studenten an, die sich möglicherweise an "illegalen oder gewalttätigen Aktivitäten", einschließlich Protesten auf dem Campus, beteiligt hatten. Harvard reagierte teilweise auf diese Anfragen, weigerte sich aber, die Einzelheiten zu übermitteln, was laut DHS einen Verstoß gegen das Gesetz darstellt.

Harvard bezeichnete die Entscheidung des DHS als "illegal" und als Verstoß gegen rechtliche Standards. In einer Erklärung sagte die Universität, der Schritt der Trump-Administration sei Teil einer breiteren Kampagne gegen die akademische Freiheit und internationale Studierende, die etwa ein Viertel der Harvard-Studenten ausmachen. Die Universität wies darauf hin, dass internationale Studierende nicht nur finanziell, sondern auch durch ihre Forschung und akademische Arbeit einen Beitrag leisten und dass die Politik die finanzielle Stabilität der Schule und die Meinungsfreiheit bedroht.

Harvard warnte auch vor der Unsicherheit, die dieser Schritt für internationale Studierende mit sich bringt, insbesondere für diejenigen, die sich auf das kommende akademische Jahr vorbereiten oder in wenigen Tagen ihren Abschluss machen werden. Als Reaktion auf die Drohungen der Verwaltung erlaubte die Universität internationalen Studierenden bereits im April, Angebote anderer Universitäten als Ausweichplan anzunehmen - ein ungewöhnlicher Schritt, da sich die Studierenden in der Regel bis zum 1. Mai exklusiv an eine Schule binden müssen.

Internationale Studierende spielen eine Schlüsselrolle für die finanzielle Gesundheit der US-Universitäten, da sie in der Regel die vollen Studiengebühren zahlen, ohne Zugang zu staatlichen Finanzhilfen zu haben. Die Aufhebung der SEVP-Zertifizierung könnte daher für Harvard erhebliche finanzielle Einbußen bedeuten, da internationale Studierende eine wichtige Einnahmequelle darstellen. Neben den finanziellen Auswirkungen bedroht die Entscheidung jedoch auch die akademische Freiheit und das Forschungspotenzial der Universität, da internationale Studierende und Wissenschaftler zu bahnbrechenden Entdeckungen und Innovationen beitragen.

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