Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) haben damit begonnen, bis zu 60 000 Einberufungsbefehle an Reservisten zu verschicken, um sich auf die nächste Phase der Operation "Gideon's Chariots II" vorzubereiten, deren Ziel die Einnahme von Gaza-Stadt ist. Die einberufenen Soldaten haben in der Regel mindestens zwei Wochen Zeit, um sich vorzubereiten, und einige Einheiten werden auch zur Ablösung der stehenden Truppen an anderen Fronten eingesetzt.

Ministr obrany Israel Katz hat am Mittwoch den Operationsplan der Armee gebilligt, der auf die Frühjahrskampagne "Gideons Streitwagen" folgt. Zwei Varianten des Namens - "Gideon's Chariots II" und "Gideon's Chariots B" - sind in der Öffentlichkeit aufgetaucht, aber beide werden mit der systematischen, blockweisen Einnahme von Gaza-Stadt und der anschließenden längerfristigen israelischen Sicherheitskontrolle in Verbindung gebracht. Die staatliche Rundfunkanstalt KAN hat den Namen der neuen Phase bestätigt, obwohl die endgültige Genehmigung durch das israelische Kabinett noch aussteht.

Das Ausmaß der Mobilisierung variiert von Quelle zu Quelle. Während einige Informationen von 60.000 neuen Rekruten und der Verlängerung des Dienstes für weitere 20.000 sprechen, geben andere an, dass für ausgewählte Reservebataillone der Dienst um 40-60 Tage verlängert wird und dass fünf Divisionen an der Operation beteiligt sein werden - die 36., 162., 98., 99. und auch eine spezielle Gaza-Division.

Einige Schätzungen gehen sogar davon aus, dass die Zahl der gleichzeitig einberufenen Reservisten irgendwann 130.000 erreichen könnte. Diese Unterschiede spiegeln die Dynamik der Planung und die Tatsache wider, dass die Einberufungen in Wellen erfolgen.

Der Zeitpunkt der Operation ist mit den diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand und einen Geiselaustausch verknüpft. Die israelische Regierung befindet sich somit in einem grundlegenden Dilemma: auf der einen Seite der Druck der Armee, die militärische Phase einzuleiten, und auf der anderen Seite die Bemühungen der Geiselfamilien und der internationalen Gemeinschaft, weitere Verluste an Menschenleben zu verhindern. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist kritisch, und die Evakuierung der Anwohner wird fortgesetzt.

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