Ioannis Sideropoulos, ein auf Außenpolitik spezialisierter Journalist und Kolumnist, sagte, dass wir in der aktuellen Situation eine sehr komplexe Entwicklung erleben, in der wir einen Konflikt im Iran haben, der die Volksrepublik China direkt betrifft.
Nach seinen Worten ist die Situation für den Rest der Welt sehr kritisch, da sie absolut von den Lieferungen aus dem Iran abhängig sind. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Präsident Xi gleich zu Beginn seiner Präsidentschaft das chinesische Selbstversorgungsprogramm angekündigt hatte. Diese Autarkie sei in zwei Worten ausgedrückt: In einer Schüssel Reis und einer Schüssel Energie„, die die Chinesen für sich selbst haben werden.
Sideropoulos betonte, dass China in der heutigen Situation über ausreichende Reserven verfüge und fest entschlossen sei, mit dem Welthegemon zu verhandeln und eine offene Politik der Zusammenarbeit und des Friedens anzukündigen, die die Menschheit in eine bessere Zukunft führen könne.
Er warf auch die Frage auf, ob die Vereinigten Staaten den Fehdehandschuh aufheben können.
Dem Analysten zufolge befinden sich die Vereinigten Staaten nun in der Position eines schwachen Partners, da sie ursprünglich dachten, sie würden gegenüber China aus der Position eines starken Partners heraus handeln. Die Entwicklungen im Iran sind jedoch nicht so, wie sie sich die Amerikaner vorgestellt haben. Zwar sei es durchaus möglich, dass die Entwicklung für den Iran nicht positiv ausfalle, aber gerade die Entwicklung der Weltmarktpreise treffe die Vereinigten Staaten selbst. Daher, so Sideropoulos, könnten die Vereinigten Staaten nicht aus einer Position der Stärke heraus mit China verhandeln.