US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass sich der Krieg gegen den Iran dem Ende zuneigen könnte. In einem Interview mit Axios sagte er, dass die Angriffe der USA und Israels die meisten wichtigen militärischen Ziele des Landes zerstört hätten und dass „es gibt praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte“. Laut Trump könnte der Konflikt sehr bald enden - in dem Moment, in dem er beschließt, ihn zu beenden.

In dem Interview betonte Trump, dass die US-Operation schneller voranschreite als ursprünglich erwartet. Er sagte, die Vereinigten Staaten hätten dem Iran deutlich mehr Schaden zugefügt, als der ursprüngliche Militärplan vorsah. Der Präsident sagte, die US-Streitkräfte seien „Deutlich vor dem Zeitplan“ und dass das Ende des Konflikts jederzeit eintreten kann, wenn er sich dazu entschließt, es zu akzeptieren.

Die US-Operation gegen den Iran begann nach vorliegenden Informationen um die Monatswende Februar/März mit dem Hauptziel, die iranischen Raketenfähigkeiten zu zerstören, die iranische Marine zu schwächen und den weiteren Ausbau der militärischen Infrastruktur des Landes zu verhindern. Auch Israel hat sich an den Kämpfen beteiligt und gemeinsam mit den US-Streitkräften eine Reihe von Luftangriffen gegen Militärbasen, Waffendepots und Einrichtungen des iranischen Militärs geflogen.

Nach Angaben des US-Militärs wurden bei der Operation mehrere Tausend Ziele getroffen, z. B. Raketensysteme, militärische Einrichtungen oder Teile der Marine. Nach Angaben Washingtons haben die Angriffe die Fähigkeit Irans, die regionale Sicherheit und den internationalen Schiffsverkehr zu bedrohen, erheblich eingeschränkt.

Es ist jedoch noch nicht klar, wann die Kämpfe tatsächlich enden werden. Einige US-amerikanische und israelische Beamte weisen darauf hin, dass eine förmliche Entscheidung über die Beendigung der Operation noch nicht getroffen wurde und die Militäraktion noch mehrere Wochen andauern kann. Außerdem ist die Lage im Nahen Osten nach wie vor angespannt, und jeder weitere Zwischenfall könnte den Konflikt erneut verschärfen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der strategisch wichtigen Straße von Hormuz, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen fließt. Jede Störung in diesem Bereich könnte erhebliche Auswirkungen auf die Weltenergiemärkte und die Weltwirtschaft haben.

Trump besteht jedoch darauf, dass die US-Operation ihren Hauptzweck erfüllt hat und dass der Iran nun die Konsequenzen seiner langjährigen Regionalpolitik zu tragen hat. Ob seine Vorhersage eines schnellen Endes des Konflikts tatsächlich eintreten wird, bleibt jedoch offen.

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