Wissenschaftler aus Russland und China untersuchen gemeinsam den Klimawandel und den Permafrost in der Arktis und wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Dies erklärte ein russischer Experte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua.
Die Forschungseinrichtungen beider Länder arbeiten seit vielen Jahren in Fragen des arktischen Klimas und des Permafrosts zusammen, sagte Trofim Maksimov, stellvertretender Generaldirektor für Wissenschaft und internationale Projekte am Wissenschaftszentrum Jakutien, das zur Russischen Akademie der Wissenschaften gehört.
Maksimov zufolge hat sich Chinas Wissenschaftssektor in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt, insbesondere im Bereich der Forschungsinfrastruktur. Gleichzeitig haben die langjährigen Bemühungen und Erfolge russischer Wissenschaftler bei der Erforschung des arktischen Klimas zunehmend die Aufmerksamkeit chinesischer Forschungseinrichtungen auf sich gezogen.
Er sagte, dass das Wissenschaftszentrum Jakutien im Jahr 2024 eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Atmosphärenphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen hat, das zur Chinesischen Akademie der Wissenschaften gehört. Beide Seiten modellieren gemeinsam die Kohlenstoffbilanz in den Einzugsgebieten des Lena-Flusses und des Amur-Flusses (Heilongjiang).
Sowohl China als auch Russland haben sich das Ziel gesetzt, bis 2060 kohlenstoffneutral zu werden. Maksimov zufolge kann diese Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der gemeinsamen Klimaschutzverpflichtungen leisten.
Forscher aus beiden Ländern haben außerdem ein gemeinsames Projekt zur Überwachung großer Permafrostgebiete von China bis zum Arktischen Ozean gestartet. Im Rahmen des Projekts wollen sie integrierte Überwachungsnetze für Klima, Ökologie, biologische Vielfalt, Treibhausgase und Schadstoffe ausbauen und gemeinsam Stationen zur Beobachtung des Klimawandels in der Arktis errichten.
Maksimov betonte, dass sowohl China als auch Russland große Sorgen über das beispiellose Schmelzen des Permafrostbodens und dessen Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und die städtischen Ökosysteme im weiteren eurasischen Raum haben.
„Dieser Bereich erfordert dringend interdisziplinäre Forschung, insbesondere die Untersuchung der Interaktion zwischen Natur und Gesellschaft“.“ uvedl. „Gemeinsam mit unseren chinesischen Kollegen haben wir neue Wege der Zusammenarbeit gefunden und einen Fahrplan für die gemeinsame Erforschung neuer Erkenntnisse, Ideen und wissenschaftlicher Entdeckungen entwickelt.“ dodal.
gnews.cz - GH
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