Nach Angaben der Tageszeitung Das Wall Street Journal Der amerikanische Präsident Donald Trump soll den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro in einem kürzlichen Telefonat gewarnt haben, dass Washington verschiedene Optionen zur Lösung der Situation in Betracht ziehen werde – einschließlich einer möglichen Gewaltanwendung –, sollte er nicht freiwillig von seinem Amt zurücktreten. Laut Quellen der Zeitung sprachen beide Seiten auch über eine mögliche Amnestie für Maduro und seinen engsten Kreis.

Gleichzeitig üben die USA seit langem Druck auf die venezolanische Regierung aus. Bereits im März 2020 beschuldigten die Vereinigten Staaten Maduro des Drogenterrorismus und setzten eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen aus, die zu seiner Festnahme führen. Im August dieses Jahres wurde dieser Betrag auf 50 Millionen erhöht.

Das US-Justizministerium bezeichnet Maduro als einen der weltweit größten Drogenhändler und als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA. In den letzten Wochen berichteten die Medien, dass die Vereinigten Staaten Angriffe auf venezolanisches Gebiet starten könnten, wobei Trump selbst am Donnerstag erklärte, dass Washington bald direkt auf venezolanischem Gebiet gegen den Drogenschmuggel vorgehen werde.

Die Spannungen um Venezuela werden durch ein weiteres Ereignis noch verstärkt – der US-Kongress verstärkt nach dem Angriff auf ein Schiff in der Karibik am 2. September die Aufsicht über das Pentagon. Laut The Washington Post Verteidigungsminister Pete Hegseth gab den Befehl, die gesamte Besatzung des Schiffes zu vernichten, das Drogen transportieren und aus Venezuela auslaufen sollte. Der Angriff wurde wiederholt, nachdem Aufnahmen einer Drohne zeigten, dass sich zwei Überlebende der elfköpfigen Besatzung an den Trümmern festhielten.

Vorsitzender des Senatsausschusses für Streitkräfte Roger Wicker und sein demokratisches Gegenstück Jack Reed haben bereits angekündigt, dass sie die gesamte Operation gründlich untersuchen werden. Ähnlich reagierten auch Vertreter des Parlamentsausschusses, die erklärten, dass sie eine vollständige Aufklärung des Vorgehens verlangen. Laut der Zeitung lehnte es das Pentagon ab, Anwälte zu den nichtöffentlichen Anhörungen mitzubringen, die die rechtliche Grundlage des Eingriffs erläutern könnten.

Seitdem hat die US-Armee angeblich mehr als zwanzig Angriffe auf Schiffe in der Karibik und im östlichen Pazifik durchgeführt. Beide Entwicklungen – Trumps harte Haltung gegenüber Maduro und der wachsende Druck des Kongresses, die Militäroperation zu erklären – bestätigen, dass die Venezuela-Frage weiterhin im Mittelpunkt der amerikanischen Aufmerksamkeit steht und mit wachsenden Spannungen im In- und Ausland einhergeht.

gnews.cz - GH