Sieben Länder der OPEC+-Gruppe haben sich darauf geeinigt, die gemeinsame Ölfördergrenze im September um 188.000 Barrel pro Tag gegenüber August anzuheben. Die Entscheidung betrifft Saudi-Arabien, Russland, den Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman.

Die Produzenten setzen laut der Organisation die schrittweise Rücknahme der freiwilligen Kürzungen fort, die im April 2023 eingeführt wurden. Die Maßnahme soll gleichzeitig die Stabilität des weltweiten Ölmarktes stützen und einigen Staaten ermöglichen, frühere Überproduktion schneller auszugleichen. Die Länder haben sich verpflichtet, die seit Januar 2024 über die festgelegten Grenzen hinaus geförderten Mengen spätestens bis Ende 2026 vollständig zu kompensieren.

Den größten Zuwachs erhalten Russland und Saudi-Arabien. Beide Länder dürfen ihre Förderung im September um je 62.000 Barrel pro Tag steigern. Das russische Limit erreicht damit 9,949 Millionen Barrel pro Tag und das saudi-arabische 10,478 Millionen Barrel.

Der Irak erhält die Möglichkeit, seine Produktion um 26.000 Barrel auf 4,431 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Das kuwaitische Limit steigt um 16.000 auf 2,676 Millionen Barrel, das kasachische um zehn Tausend auf 1,628 Millionen und das algerische um sechs Tausend auf 1,007 Millionen Barrel pro Tag. Oman darf fünf Tausend Barrel mehr fördern, insgesamt 841.000 Barrel pro Tag.

Die Septemberentscheidung schließt die schrittweise Aufhebung der freiwilligen Förderkürzungen im Umfang von rund 1,65 Millionen Barrel pro Tag ab, die im Jahr 2023 beschlossen wurden. Ein weiterer Teil der bereits 2022 eingeführten Produktionskürzungen bleibt jedoch weiterhin in Kraft. Diese sollen den bisherigen Plänen zufolge bis Ende dieses Jahres fortgesetzt werden.

Die tatsächlichen Auswirkungen der höheren Quoten auf das weltweite Ölangebot werden auch von der Fähigkeit der einzelnen Länder abhängen, die neuen Limits auszuschöpfen, sowie von der Entwicklung der geopolitischen Lage. Die nächsten Beratungen der sieben OPEC+-Produzenten sind für den 6. September geplant, wenn die Förderquoten für Oktober besprochen werden.

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