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Die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan sollen eine gemeinsame Verteidigungsvereinbarung unterzeichnen. Laut regionalen Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, erfolgt dieser Schritt zu einer Zeit zunehmender Spannungen im Nahen Osten, in der die Golfstaaten den Sicherheitsauswirkungen eines Konflikts mit dem Iran begegnen, nachdem die USA und Israel dieses Land angegriffen haben.

Die Vereinbarung wird die Zusammenarbeit zwischen den drei bedeutenden sunnitischen muslimischen Staaten weiter vertiefen. Die konkreten Verpflichtungen der einzelnen Länder wurden jedoch bisher nicht bekannt gegeben. Ein türkischer Vertreter bestätigte, dass die Unterzeichnung der Vereinbarung für Freitag geplant ist.

Die Türkei ist Mitglied der NATO, während Saudi-Arabien zu den wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten in der Region gehört und gleichzeitig einer der größten weltweiten Ölproduzenten ist. Pakistan ist das einzige muslimische Land mit Atomwaffen.

An der Unterzeichnung der Vereinbarung in Dschidda sollen türkischer Präsident Recep Tayyip Erdoğan, pakistanischer Premierminister Shehbaz Sharif und der Kommandeur des pakistanischen Militärs Asim Munir teilnehmen. Sie werden sich mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman treffen.

Die Vereinbarung ist das Ergebnis von fast einjährigen Verhandlungen. Die Agentur Reuters berichtete bereits im Januar über die Vorbereitungen für eine engere Sicherheitskooperation zwischen den drei Ländern. Ihre Unterzeichnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Krieg mit dem Iran die Sicherheitsanfälligkeit der Golfstaaten aufgezeigt hat und gleichzeitig den Transport von Öl und anderen strategischen Gütern durch die Straße Hormus gestört hat.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan erklärte bereits im Januar, dass Ankara eine umfassendere regionale Sicherheitsplattform unterstützt, die die gegenseitige Zusammenarbeit und Stabilität stärken soll.

Saudi-Arabien und Pakistan haben bereits eine eigene Verteidigungsvereinbarung. Laut einer früheren Erklärung eines saudischen Beamten gegenüber Reuters gilt ein Angriff auf eines der beiden Länder als Angriff auf beide, und es wird von der Nutzung "aller militärischen Mittel" ausgegangen.

Das pakistanische Militär sowie die Regierungen von Pakistan und Saudi-Arabien haben sich bisher nicht detailliert zu der neuen dreiseitigen Vereinbarung geäußert.

gnews.cz/CMG