Schnelle Übersicht der wichtigsten Ereignisse des Tages:
Couche-Tard kauft Żabka für 8,7 Milliarden Dollar
ICE übernimmt MarketAxess für 5,7 Milliarden Dollar
Thales verschob die Übernahme des Drohnenunternehmens Exail
Dream steigt in britische Industrieimmobilien ein
Nextpower erwarb Solarenergie-Aktiva
Amazon erhöht Technologieinvestitionen um 20 Milliarden
Die japanische Zentralbank beließ den Zinssatz bei einem Prozent
Die britische Zentralbank hält den Zinssatz bei 3,75 Prozent
Ausländische Investitionen
Der kanadische Betreiber von Shops und Tankstellen Alimentation Couche-Tard gab die größte Akquisition in seiner Geschichte bekannt. Das Unternehmen möchte die polnische Einzelhandelsgruppe Żabka für rund 8,7 Milliarden Dollar kaufen. Das Angebot beläuft sich auf 32 Złoty je Aktie und bewertet das Unternehmen auf etwa 32,6 Milliarden Złoty. Couche-Tard hat bereits die Unterstützung von Aktionären, darunter CVC Capital Partners und Partners Group, die zusammen rund 57 Prozent des Kapitals vertreten. Die Transaktion ist bedeutsam für den gesamten mitteleuropäischen Einzelhandel: Żabka gehört zu den am schnellsten wachsenden Netzen kleiner Läden in der Region, und der Käufer erwartet jährliche Synergien von rund 250 Millionen Dollar innerhalb von drei Jahren.
Ein großer Deal kam auch aus der Finanzinfrastruktur. Der Betreiber der New Yorker Börse Intercontinental Exchange, bekannt als ICE, gab die Übernahme der Plattform MarketAxess für 5,7 Milliarden Dollar bekannt. Laut Unternehmensankündigung werden 167 Dollar je Aktie in bar gezahlt, was einer Prämie von rund einem Drittel gegenüber dem letzten Schlusskurs entspricht. MarketAxess ist ein wichtiger Akteur im elektronischen Anleihenhandel, und die Verbindung soll ICE bei Daten, Festzinsmärkten und automatisiertem Handel stärken.
In der europäischen Rüstungsindustrie rückte die geplante Übernahme des Drohnenherstellers Exail Technologies voran. Die französische Gruppe Thales unterzeichnete laut Reuters eine Übernahmeangebots-Vereinbarung, die den Preis von 134 Euro je Aktie und den Unternehmenswert von Exail bei 3,9 Milliarden Euro belässt. Der Deal ist wichtig angesichts des schnellen Wachstums der Nachfrage nach Drohnen, autonomen Systemen und maritimen Verteidigungstechnologien.
In britische Industrieimmobilien steigt der kanadische Dream Industrial REIT ein. Laut einer über Business Wire veröffentlichten Mitteilung kauft er Chancerygate, einen britischen Verwalter und Entwickler von Industrieimmobilien. Dream übernimmt Immobilienaktiva und Co-Investment-Anteile für rund 78 Millionen Pfund und plant weitere 25 Millionen Pfund für den Abschluss von Projekten. Die Transaktion erweitert sein Asset-Management in Europa und setzt auf die Nachfrage nach kleineren städtischen Lagerflächen.
Das amerikanische Unternehmen Nextpower gab den Abschluss der Akquisition von Energiekonversions-Aktiva bekannt. Den Wert veröffentlichte es nicht, erwirbt jedoch ein Team und modulare Lösungen für große Solarkraftwerke und Batteriespeicher. Für die Energiebranche ist dies ein weiteres Signal, dass Kapital nicht nur in die Stromerzeugung, sondern auch in Technologien fließt, die eine stabile Netzeinspeisung ermöglichen.
Bedeutende Ereignisse mit globaler Auswirkung
Die Technologiemärkte wurden am 31. Juli durch die Ergebnisse von Amazon gestützt. Laut AP gab das Unternehmen nach einem starken zweiten Quartal bekannt, seine Ausgaben für künstliche Intelligenz, Cloud und weitere Technologien um 20 Milliarden Dollar zu erhöhen. Der Umsatz erreichte 200,6 Milliarden Dollar, und das Wachstum der Cloud-Sparte AWS zerstreute laut Reuters einen Teil der Bedenken, ob sich die massiven KI-Investitionen bereits auszahlen.
Die Geldpolitik blieb ein zentrales Thema in Asien und Europa. Die Bank of Japan beließ den kurzfristigen Zinssatz mit einem Verhältnis von acht zu eins bei einem Prozent, bekräftigte jedoch die Bereitschaft, die Kreditkosten weiter zu erhöhen, sollten die Inflationsrisiken steigen. Die Bank of England beließ den Zinssatz bereits am 30. Juli nach einer Abstimmung von sechs zu drei bei 3,75 Prozent. Für die Weltwirtschaft bedeutet dies, dass die wichtigsten Zentralbanken zwar vorerst abwarten, Inflation, teure Energie und schwächere Währungen jedoch eine rasche geldpolitische Lockerung weiterhin verhindern.
gnews.cz - GH
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