Die Prager Börse verzeichnete am Montag einen leichten Anstieg, wobei der Index PX um 0,3 Prozent zulegte. Die Ernte in Tschechien hat deutlich zugenommen, und das Gebiet Břeclav feiert die ersten diesjährigen Ernten. Eine Analyse des Wohnungsmarktes zeigt, dass die kleinen Wohnungen in Prag mit einer Größe von etwa 15 Quadratmetern am besten verkauft werden, obwohl Experten ihre Eignung für ein langfristiges Zuhause anzweifeln. Der Staatshaushalt weist weiterhin ein großes Defizit auf, und die Regierung erwägt neue Steuereinnahmen. Die niedrige Geburtenrate wird erhebliche Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen haben – eine schwache Generation spart dem Staat etwa 13 Milliarden Kronen an Ausgaben, verschlechtert aber gleichzeitig die Aussichten des Rentensystems.
Die Prager Börse zeigte zu Beginn der Woche einen Anstieg. Der Index PX stieg um 0,3 Prozent auf 2592,09 Punkte. Von den führenden Unternehmen profitierten das Energieunternehmen ČEZ, die Versicherung VIG und die Bank Monet Money Bank, während die Aktien von Komerční banka und Erste Bank Verluste verzeichneten. Von den kleineren Emittenten schlossen die Maschinenfabriken Doosan Škoda Power in Plzeň mit einem Gewinn von vier Prozent, und auch die Aktien des Rüstungskonzerns CSG stiegen um mehr als ein Prozent. Der tschechische Kronen gewann zu Beginn der Woche gegenüber dem Euro an Wert, während er gegenüber dem US-Dollar schwächer wurde.
Die Ernte hat in der vergangenen Woche trotz häufigerer Stürme und Schauer deutlich zugenommen. Die Landwirte haben bisher 30,39 Prozent der Getreideflächen und 33,78 Prozent der Rapsflächen eingebracht. Im Vorjahr wurden aufgrund des regnerischen Wetters nur 12,35 Prozent der Getreideflächen und 9,55 Prozent der Rapsflächen geerntet. Das Gebiet Břeclav feiert die ersten diesjährigen Ernten, wo die Ernte von Getreide und Raps abgeschlossen wurde. Dies teilte das Landwirtschaftsministerium mit.
Der Prager Wohnungsmarkt verzeichnet einen neuen Trend: Die kleinen Wohnungen mit einer Größe von etwa 15 Quadratmetern werden am besten verkauft, und zwar zu Preisen, die über vier Millionen Kronen liegen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass solche Wohnungen nicht den Bedingungen für ein langfristiges Zuhause entsprechen und eher als Anlageimmobilien oder für Kurzzeitvermietungen geeignet sind. Die Nachfrage nach ihnen steigt dennoch, da der Einstiegspreis für Investoren attraktiver ist als bei größeren Einheiten.
Der Staatshaushalt weist weiterhin ein tiefes Defizit auf, und die Regierung sucht nach Wegen zur Verbesserung der Einnahmenseite. Eine Analyse zeigt, dass ein ausgeglichener Haushalt in weiter Ferne liegt, wobei die Regierung die Einführung neuer Steuern oder eine Ausweitung der bestehenden Steuerbasis erwägt. Konkrete Vorschläge sollen Teil der Vorbereitungen für den Staatshaushalt für das Jahr 2027 sein.
Die niedrige Geburtenrate hat einen paradoxen Einfluss auf die öffentlichen Finanzen. Eine schwache Generation spart dem Staat etwa 13 Milliarden Kronen an Ausgaben, da weniger geborene Kinder zu geringeren Anforderungen an Mutterschaftsgeld, Elternzeit, Bildung und Gesundheitswesen führen. Langfristig verschlechtert der demografische Rückgang jedoch die Aussichten des Rentensystems, das von der Anzahl der erwerbstätigen Personen abhängt, die in die laufende Finanzierung einzahlen.
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