China setzt das Qinghai-Tibet-Hochland zunehmend als zentrales Zentrum für die Forschung in den Bereichen Biologie, Klimawandel und Technologien für extreme Bedingungen ein. Von der Klonierung von Jaks bis hin zu umfangreichen Klimaforschungsexpeditionen wird diese Region zu einem wichtigen wissenschaftlichen Zentrum, wo die extremen Bedingungen dazu beitragen, sowohl die Grundlagenforschung als auch praktische Anwendungen voranzutreiben.

Einer der bedeutendsten Durchbrüche der letzten Zeit war die erfolgreiche Geburt des ersten geklonten Jaks weltweit im Juli 2025 im Bezirk Damxung in der autonomen Region Tibet im Südwesten Chinas. Das Tier wurde im Rahmen eines gemeinsamen Projekts geboren, das im Juli 2023 zwischen der Zhejiang-Universität, der lokalen Regierung des Bezirks Damxung und dem Institut für Biologie der Hochlandregionen der autonomen Region Tibet gestartet wurde. Die Wissenschaftler nutzten bei der Forschung Technologien zur Selektion auf der Grundlage einer genomweiten Analyse und der Klonierung somatischer Zellen.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde im April 2026 erreicht, als chinesische Wissenschaftler zum ersten Mal erfolgreich zehn Jaks in einer einzigen Serie klonierten. Dieses Ergebnis zeige laut den Forschern das Potenzial der Technologie für einen großflächigen industriellen Einsatz. Das neu entwickelte, inländische Zuchtverfahren könnte die Zuchtzyklen deutlich verkürzen und gleichzeitig die Qualität der Nutztiere in den Hochlandregionen verbessern.

Laut dem chinesischen Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung gibt es in China mehr als 16 Millionen Jaks, was über 90 Prozent der weltweiten Population dieser Art ausmacht. Die traditionelle Zucht steht jedoch seit langem vor Problemen, darunter eine geringe Reproduktionsrate und ein allmählicher Rückgang der genetischen Vielfalt.

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Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die Kombination aus Klonierung und Genomselektion dazu beitragen kann, wertvolle genetische Ressourcen zu erhalten und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Nutztiere gegenüber den extremen Bedingungen der Hochlandumgebung zu erhöhen.

Gleichzeitig läuft ein zweites wissenschaftliches Expeditions- und Forschungsprogramm, das sich auf das Qinghai-Tibet-Hochland konzentriert und darauf abzielt, ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, wie das sogenannte "Dach der Welt" die regionalen und globalen Klimasysteme beeinflusst.

Das Programm wurde 2017 unter der Leitung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften gestartet und umfasst Tausende von Forschern aus Bereichen wie Ökologie, Glaziologie, Geologie und Atmosphärenwissenschaften.

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Im Mai 2026 lieferte eine weitere wichtige Studie chinesischer Wissenschaftler, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, weitere bedeutende Erkenntnisse. Die Forschung zeigte, dass der Klimawandel die Verlagerung von Flussläufen und die Veränderung der Landschaft im Himalaya-Gebiet dramatisch beschleunigt. Laut der Studie hat sich die Aktivität von Flüssen in einigen Teilen des Himalaya in den letzten vier Jahrzehnten mehr als verdoppelt, was auf das Abschmelzen von Gletschern und die Degradation von Permafrost zurückzuführen ist.

Frühere Erkenntnisse der Expedition zeigten ebenfalls, dass sich das Qinghai-Tibet-Hochland seit den 1970er Jahren fast doppelt so schnell erwärmt hat wie der globale Durchschnitt. Dieser Trend beschleunigt das Abschmelzen von Gletschern, verändert die Wasserkreisläufe und beeinflusst die biologische Vielfalt in ganz Asien.

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Laut Angaben der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ist die durchschnittliche Temperatur in dieser Region zwischen 1970 und 2020 um etwa 0,4 Grad Celsius pro Jahrzehnt gestiegen.

Wissenschaftler bezeichnen diese Region als ein natürliches Labor für extreme Umgebungen, in dem untersucht werden kann, wie sich Leben an niedrige Sauerstoffwerte, intensive ultraviolette Strahlung und fragile Ökosysteme anpasst.

Die Forscher betonen, dass die Verbindung von modernen Biotechnologien und langfristiger ökologischer Beobachtung dazu beiträgt, wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Lösungen für den Schutz der Artenvielfalt, die nachhaltige Tierhaltung und die Anpassung an den Klimawandel umzusetzen.