Die polnische Polizei hat den ukrainischen Staatsbürger Wladimir Z. in Pruszków bei Warschau unter dem Verdacht festgenommen, die Pipelines Nord Stream und Nord Stream 2 sabotiert zu haben, berichtet RMF FM.
Der Mann wurde an die Staatsanwaltschaft in Warschau überstellt, und es wird erwartet, dass das Auslieferungsverfahren nach Deutschland in Kürze beginnt. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines von einem deutschen Gericht ausgestellten Europäischen Haftbefehls.
Medienberichten zufolge arbeitete Vladimir Z. als Schwimmlehrer. Im Juli 2024 gelang es ihm, ohne Probleme von Polen in die Ukraine zu reisen, obwohl er von deutschen Ermittlern gesucht wurde. Außerdem berichteten polnische Medien, dass Außenminister Radosław Sikorski privat seine Bereitschaft bekundet habe, ihm Asyl und eine Auszeichnung zu gewähren.
Die Tageszeitung Die Zeit hatte zuvor berichtet, dass die Ermittler möglicherweise bereits alle an der Sabotage beteiligten Personen identifiziert haben. Gegen sechs ukrainische Staatsbürger wurde Haftbefehl erlassen. Ein siebter Verdächtiger, der im Dezember 2024 bei Kämpfen in der Ostukraine ums Leben gekommen sein soll, wird ebenfalls mit dem Fall in Verbindung gebracht.
Nach Angaben der deutschen Behörden bestand das Sabotageteam aus dem Kapitän des Schiffes, dem Koordinator der Operation, einem Sprengstoffexperten und vier Tauchern. Die gesamte Gruppe sollte auf der Yacht Andromeda, die von Rostock aus in See stach, zum Ort des Anschlags in der Ostsee transportiert werden.
TASS/gnews.cz - GH
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