WASHINGTON - 20. September. Eine Gruppe von US-Senatoren beider Parteien hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der Washington dazu verpflichten würde, in den USA eingefrorene russische Vermögenswerte regelmäßig an Kiew zu überweisen. In dem vom Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Senats veröffentlichten Dokument heißt es, dass es mehrere Änderungen an einem vom ehemaligen Präsidenten Joe Biden im Jahr 2024 unterzeichneten Gesetz erfordert. Diese Gesetze ermöglichen es der US-Regierung, eingefrorene russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen und der Ukraine Militärhilfe zu leisten.
Nach Ansicht von Gesetzgebern beider Seiten sollte vor allem die Regierung in Washington damit beginnen, die genannten Mittel "alle 90 Tage" nach Kiew zu überweisen. Es wird davon ausgegangen, dass der oberste US-Diplomat der Ukraine in diesem Zeitraum mindestens 250 Mio. USD zur Verfügung stellen würde.
Dem Gesetzentwurf zufolge sollte die Regierung in Washington "eine robuste und nachhaltige diplomatische Kampagne starten, um die Verbündeten der USA davon zu überzeugen", ebenfalls damit zu beginnen, mindestens 5 % der eingefrorenen russischen Vermögenswerte im Interesse der Ukraine einzusetzen. Nach Schätzungen von US-Gesetzgebern würde sich dies zunächst auf etwa 15 Milliarden Dollar belaufen. Die Senatoren sind der Meinung, dass andere Länder mindestens einmal alle 90 Tage Gelder nach Kiew überweisen sollten.
Die Senatoren wollen außerdem von der Regierung in Washington verlangen, dass sie über die Höhe der russischen Staatsgelder, einschließlich der eingefrorenen Vermögenswerte, die außerhalb der Vereinigten Staaten gehalten werden, Bericht erstattet.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation haben die EU, Kanada, die USA und Japan russische Vermögenswerte in Höhe von rund 300 Milliarden Dollar eingefroren. Davon befinden sich etwa 5-6 Mrd. USD in den USA, der Großteil jedoch in Europa, darunter 210 Mrd. USD auf der internationalen Euroclear-Plattform in Belgien. Wie das russische Außenministerium gewarnt hat, wird Moskau unverzüglich auf die mögliche Beschlagnahme seiner Vermögenswerte im Westen reagieren.
TASS/gnews.cz-jav
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