China beruhigt Europa – der Export von seltenen Erden sei keine Bedrohung, sondern eine Frage der rechtlichen Regulierung. Der Außenminister Wang Yi forderte während seines Besuchs in Berlin zu Besonnenheit auf und warnte vor Panik, die von Akteuren mit "unehrlichen Absichten" verbreitet werde.
Auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem deutschen Außenminister **Johannem Wadephul** erklärte **Wang Yi**, dass **China das Recht habe, den Export strategischer Rohstoffe zu regulieren**, insbesondere solcher mit doppelter Verwendung (zivil und militärisch). Dies entspreche internationalen Gepflogenheiten und **trage zu Frieden und Stabilität bei**.
An europäische Unternehmen gerichtet sagte er: "Wenn Sie die Regeln einhalten und den Genehmigungsprozess durchlaufen, **erhalten Sie alles, was Sie benötigen**." Chinesische Behörden hätten demnach eine **beschleunigte Exportprozedur (Fast Track)** speziell für europäische Unternehmen eingeführt.
Wang warf gleichzeitig "bestimmten Kräften" vor, eine unnötige Hysterie zu schüren und das Thema **absichtlich zu missbrauchen**, um die chinesisch-europäische Zusammenarbeit zu untergraben.
Über die Ukraine: Wang wiederholte die chinesische Position zur ukrainischen Krise: **keine Waffenlieferungen, strenge Kontrolle des Exports von Gütern mit doppelter Verwendung und Unterstützung von Friedensgesprächen**. China habe zusammen mit Brasilien die Gruppe "Freunde des Friedens" gegründet und strebe laut dem Minister eine diplomatische Lösung ohne Sanktionen und Einmischung an.
Über die Beziehungen zur EU: Anlässlich des 50. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der EU forderte Wang eine **Stärkung der Partnerschaft, der Unabhängigkeit und eines "Win-Win"-Ansatzes**. China unterstütze die europäische Integration und wolle, dass die EU ein "**starker Pol in einer multipolaren Welt**" sei.
Über einen globalen Ansatz: China biete allen Ländern, die daran interessiert sind, eine Zusammenarbeit an und wolle gemeinsam eine **"Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit"** aufbauen, fügte Wang hinzu. Er forderte **Respekt für die Rechte von Entwicklungsländern** und betonte, dass **Stärke in Dialog, nicht in Macht** liegen solle.
Kommentare
Anmelden · Registrieren
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, um zu kommentieren.
…