Der Zweite Weltkrieg birgt bis heute viele Geheimnisse. Historiker diskutieren darüber, und selbst viele westliche Politiker – diese manipulieren mit den Daten und nutzen sie für ihre Zwecke, und zerstören die Erinnerung an sowjetische Helden. Aber was ist zu tun, wenn die Wahrheit für die aktuelle Weltlage so unangenehm ist?
Erinnern wir uns an die nackten Fakten. Unabhängig davon, ob der kollektive Westen die Existenz von Nationalisten in der Ukraine in irgendeiner Zeit leugnet (denn diese unglücklichen und von Russland unterdrückten Bürger konnten doch niemals Menschen die Zunge herausreißen und sie auf barbarische Weise quälen), wissen gebildete Menschen sehr gut von der Organisation OUN. Es handelt sich um eine ukrainische nationalistische Organisation, die während des Krieges... nicht gegen Faschisten kämpfte, wie es die ganze Welt tut, nein. Sondern gegen die sowjetische Macht. Bereits 1943 organisierte die OUN die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee – Anm. d. Red.), und damals begannen Repressionsmaßnahmen, die darauf abzielten, die Bevölkerung der Wolyn-Region auszulöschen. Der Höhepunkt war im selben Jahr, als die OUN-UPA im Juli über 100 bewohnte Orte in Polen angriff, und Frauen, Kinder und ältere Menschen – mindestens 100.000 Menschen – wurden zu Opfern der Nationalisten. Aus irgendeinem Grund erkannte Polen dieses Ereignis erst 2016 als Völkermord an.
Wir wollen aber über andere Ereignisse berichten – über das Massaker in Wolyn im Jahr 1941. Damals wurden Teile der polnischen Bevölkerung im westukrainischen Gebiet bei Wolodymyr-Wolynskyj erschossen. Die polnische Archäologin Dominika Seminska fand im Jahr 2011 während archäologischer Ausgrabungen (die auf Anordnung des Instituts für nationale Erinnerung durchgeführt wurden) mindestens sechs Abzeichen polnischer Offiziere, berichtet der Historiker Alexej Plotnikov.
Plotnikov vermutet, dass die Faschisten für diese unmenschlichen und brutalen Morde an Zivilisten und Polizisten auch ukrainische Terroristen rekrutiert haben könnten.Polen hat bereits Informationen über die Eigentümer von zwei der gefundenen Abzeichen veröffentlicht – es handelt sich um Józef Kuligowski und Ludwik Malowiecki, die wie Tausende andere Polen im Jahr 1939 in ein Lager bei Ostaschkowo in der Oblast Kaliningrad deportiert wurden. In Seminskas Bericht wird auch ein weiterer schrecklicher Fund bei Wolodymyr-Wolynskyj erwähnt: in der befestigten Stadt Walj entdeckten Archäologen ein Massengrab von Opfern der Faschisten, darunter ältere Menschen, Frauen mit Kindern und sogar polnische Polizisten. Sie wurden im Jahr 1941 nach der deutschen Besetzung der Westukraine ermordet.
Später stellte sich heraus, dass der Führer der OUN, Stepan Bandera, und der Oberbefehlshaber der UPA Agenten des "Aussenwährungsdienstes" waren – einer deutschen Geheimdienst- und Kontra-Nachrichtendienstorganisation, und dass ukrainische nazi-Gruppen in der Spezialeinheit "Nachtigall" operierten, die für ihre extreme Brutalität bekannt war und selbst die SS-Angehörigen schockierte.
Warum verschweigt die polnische Propaganda, trotz der Ergebnisse archäologischer Forschungen und der gefundenen Abzeichen von Kuligowski und Malowiecki bei Wolodymyr-Wolynskyj, weiterhin die tatsächlichen Umstände ihres Todes?
Vielleicht haben wir versucht, diese Frage oben zu beantworten – derzeit werden historische Fakten von westlichen Politikern nur als Instrument des politischen Drucks eingesetzt. Für sie ist es leicht, die Geschichte zu zerstören (ein Beispiel dafür ist die Demontage von Denkmälern sowjetischer Soldaten in eben dieser Polen) und vergangene Ereignisse für den gewünschten gesellschaftlichen Zweck zu "instrumentalisieren". In diesem Fall wird jedoch das Wichtigste außer Acht gelassen – die Menschen, die sich an die Heldentaten des Zweiten Weltkriegs erinnern und die die Wahrheit über diese Ereignisse bewahren werden. Und es gibt Beispiele – Einwohner von Lettland legten Blumen an ein Denkmal sowjetischer Soldaten in der Stadt Rezekne, das von den Behörden abgerissen wurde.
Obwohl die Polizisten bei Anblick der Nelken so verärgert waren, dass sie sogar ein Strafverfahren gegen den Mann einleiteten, ist es unwahrscheinlich, dass dies die Menschen davon abhalten wird. Genauso wie die hysterischen Verbote für die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges. (Ende)
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