Der Runde Tisch „Unser gemeinsames Haus“, der am 28. März 2026 in Boao auf der Insel Hainan (China) stattfand, war Teil des Asien-Unterforums des Boao-Forums, das sich auf das Südchinesische Meer und die Medienreihe konzentrierte. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der China Media Group, dem National Institute for South China Sea Studies (NISCSS) und dem Huayang Center for Maritime Cooperation and Ocean Governance organisiert.
Diskussion über eine gemeinsame Zukunft für die Ozeane
An dem Rundtischgespräch „Our Common Home“ nahmen mehr als zehn chinesische und internationale Experten aus Ländern wie China, dem Vereinigten Königreich, Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Singapur teil, sowohl persönlich als auch online.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Governance der Ozeane, die maritime Sicherheit und die blaue Wirtschaft, wobei Herausforderungen, Lösungen und künftige Richtungen für die Entwicklung des gemeinsamen Raums der Menschheit erörtert wurden.
Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass sich die zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Welt immer stärker auf die Sicherheit im Seeverkehr und die Verwaltung der Ozeane auswirken. Die regionale Stabilität und die internationale maritime Ordnung stehen somit vor neuen Herausforderungen.
In diesem Zusammenhang wird das Konzept einer maritimen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft immer wichtiger und praktischer.
Nach Angaben von Wu Shicuna, Vorsitzender des Huayang-Zentrums und auch Vorsitzender des NISCSS, kann das Südchinesische Meer ein Testgebiet für den Aufbau einer solchen Gemeinschaft sein, die auf regionaler Stabilität und Wohlstand, Frieden, Umweltschutz und der Einbeziehung der jungen Generation beruht.
britischer Sachverständiger Martin Jacques lobte die Rolle der chinesischen Regierung bei der Bekämpfung des Klimawandels und dem Schutz der Meeresumwelt. Er wies darauf hin, dass sich die Vereinigten Staaten aus einigen Kooperationsmechanismen zurückziehen, während China weiterhin aktiv an diesen Aktivitäten teilnimmt.
Rommel Banlaoi, Präsident der Philippinischen Gesellschaft für Internationale Sicherheitsstudien, betonte, dass das Südchinesische Meer seit langem eine gemeinsame Heimat für die umliegenden Länder sei. Die Einmischung von außen habe jedoch die regionale Stabilität untergraben, und der Schwerpunkt sollte auf Zusammenarbeit und Frieden und nicht auf Konfrontation liegen.
Zhou Jian, ein ehemaliger Vertreter der Abteilung für Grenz- und Meeresangelegenheiten des chinesischen Außenministeriums, bezeichnete es als positiv, dass die Länder der Region eine einheitliche Haltung einnehmen, um die gemeinsame Sicherheit zu schützen und die Entwicklung durch Regeln und nicht durch einseitige Maßnahmen zu fördern.
Die Experten waren sich einig, dass der Ozean kein Raum sein sollte, der die Welt teilt, sondern ein gemeinsames Zuhause für die Menschheit, in dem alle Länder zusammenarbeiten müssen.
Veronica S. Saraswati aus Indonesien, lobte die maritime Zusammenarbeit zwischen China und Indonesien, die durch zwischenstaatliche Mechanismen zu konkreten Ergebnissen in den Bereichen Fischerei, Häfen und Umweltschutz geführt hat.
Peter T.C. Chang aus Malaysia, sagte, dass Chinas Vision einer maritimen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft in den südostasiatischen Ländern Anklang findet. Er sagte, China spiele eine wichtige Rolle beim Schutz der Meeresumwelt und der nachhaltigen Entwicklung der Fischerei.
Forscher Yan Yan vom NISCSS, fügte hinzu, dass diese Vision eine chinesische Lösung darstellt, die dazu beitragen kann, die Ozeane in ein „blaues Zuhause“ zu verwandeln, das von der gesamten Menschheit gemeinsam verwaltet wird.
Auf dem Programm stand auch das Internationale Symposium für maritime Kommunikation 2026, bei dem Vertreter chinesischer Institutionen, Universitäten und Medien über die Erstellung von Dokumenten zum Südchinesischen Meer und die Verbesserung der Qualität der internationalen Kommunikation zu maritimen Themen diskutierten.
Das Asien-Unterforum des Boao-Forums zum Südchinesischen Meer und der Runde Tisch „Unser gemeinsames Haus“ brachten fast 200 Experten, Wissenschaftler und Industrievertreter aus mehr als 20 Ländern und Regionen zusammen, um die maritime Ordnung im Kontext des globalen Wandels zu erörtern und zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Ozeane beizutragen.