Der tschechische Premierminister Andrej Babiš nimmt an einem informellen Treffen des Europäischen Rates in Nikosia teil. Eines der Hauptthemen war die Debatte über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU für den Zeitraum 2028-2034. Während des Treffens lehnte der Premierminister Vorschläge ab, die zu einer Kürzung der Mittel für die Tschechische Republik führen würden, und wies auf die grundlegenden Unterschiede in den Einstellungen der Mitgliedstaaten zur künftigen Gestaltung des Haushalts hin.
„Die Positionen sind diametral entgegengesetzt, es wird ein Kampf werden, und ich denke, es wird sehr schwierig für uns sein, es in diesem Jahr zu schaffen, zumal die derzeitige Situation in Bezug auf Kraftstoff, Öl und Gas und andere Dinge es sehr schwierig machen wird. Ich weiß nicht, wie die Kommission herausgefunden hat, dass wir so reich sind, dass sie uns 220 Milliarden abnehmen will. Das ist absolut inakzeptabel. Ich habe mich lautstark dagegen ausgesprochen. Aber wir werden natürlich darüber diskutieren, und es ist auch die Hauptaufgabe unserer Regierung, diesen Haushalt für 2027-2034 auszuhandeln. Im Jahr 2020 ist uns das gelungen, wir haben die zweithöchsten Gelder ausgehandelt, ich habe 42 Milliarden mehr für die Tschechische Republik mitgebracht.“ uvedl Babiš.
Die Tschechische Republik wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Haushalt die Notwendigkeit widerspiegelt, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen und tschechischen Wirtschaft zu stärken, und wird sich bemühen, die Bedeutung der traditionellen Politiken, insbesondere der Kohäsions- und Agrarpolitik, zu erhalten.
Ein weiteres wichtiges Thema des informellen Gipfels in Zypern war die Lage im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf Europa, auch im Bereich der Energie. Die Instabilität in der Region spiegelt sich in den Energiepreisen wider und zeigt einmal mehr, wie wichtig die Energiesicherheit ist.
In diesem Zusammenhang hat der Premierminister diese Woche ein drittes Schreiben an die europäischen Staats- und Regierungschefs, den Präsidenten der Europäischen Kommission und den Präsidenten des Europäischen Rates gerichtet, in dem er konkrete Vorschläge zur Bewältigung der hohen Energiepreise und zur Anpassung der derzeitigen Energiepolitik macht. Die Tschechische Republik befürwortet Maßnahmen zur Unterstützung der energieintensiven Industrie, eine größere Flexibilität im System der Emissionszertifikate und eine Lockerung der regulatorischen Maßnahmen, die die Sicherung ausreichender Energieressourcen erschweren.
Auch die weitere Unterstützung der Ukraine stand auf der Tagesordnung: Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky nahm persönlich an dem informellen Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs in Zypern teil.
vláda.cz/gnews.cz - GH
Kommentare
Anmelden · Registrieren
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, um zu kommentieren.
…