STRASBURG - Das Europäische Parlament wird am Dienstag, den 10. März 2026, um 17:30 Uhr MEZ eine Pressekonferenz über die sich immer weiter verschärfende Wohnungskrise in der Europäischen Union abhalten. Die Sitzung findet im Pressekonferenzraum Daphne Caruana Galizia im Parlamentsgebäude in Straßburg statt und wird auch online über den offiziellen Webcast und die Plattform Interactio verfügbar sein.
An der Pressekonferenz werden der Hauptberichterstatter und der Vorsitzende des parlamentarischen Sonderausschusses teilnehmen, der in den letzten Monaten die Wohnungssituation in den Mitgliedstaaten analysiert hat. Der Ausschuss hat eine Reihe von Empfehlungen vorgelegt, die darauf abzielen, die Erschwinglichkeit von Wohnraum zu verbessern, den Bau zu fördern und den Verwaltungsaufwand in diesem Sektor zu verringern. Der Sonderausschuss zur Wohnungskrise wurde am 18. Dezember 2024 eingesetzt, um auf die steigenden Hauspreise, den Mangel an erschwinglichem Wohnraum und die sich verschlechternde Erschwinglichkeit von Wohnraum, insbesondere für junge Familien, ältere Menschen und einkommensschwache Gruppen, zu reagieren. Nach Ansicht der Abgeordneten ist die Wohnungsfrage zu einem der wichtigsten sozialen und wirtschaftlichen Probleme in Europa geworden.
Am 9. Februar 2026 nahm der Ausschuss endgültige Empfehlungen an, die als Grundlage für die künftige europäische Strategie für erschwinglichen Wohnraum dienen sollen. Das Dokument unterstreicht die Notwendigkeit, die Investitionen in den Bau und die Renovierung des Wohnungsbestands durch eine Kombination aus europäischen, nationalen und privaten Finanzmitteln zu erhöhen. Die Abgeordneten empfehlen auch eine Vereinfachung der bürokratischen Prozesse, die mit dem Bau und der Modernisierung von Wohnungen verbunden sind. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Empfehlungen sind Maßnahmen zur Behebung des Arbeitskräftemangels im Bausektor. Gerade der Fachkräftemangel verlangsamt den Wohnungsneubau erheblich und verteuert die Bauprojekte. Die Europäische Union sollte daher mehr in die Berufsausbildung, Umschulung und die Modernisierung der Bautechnik investieren.
Ein weiteres Thema ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Bausektors, der in den letzten Jahren mit steigenden Preisen für Baumaterialien, Energiekosten und komplizierten Vorschriften zu kämpfen hatte. Der Ausschuss warnt, dass es ohne strukturelle Veränderungen immer schwieriger werden wird, die wachsende Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum in den europäischen Städten zu befriedigen. Die Abgeordneten werden in der Plenarsitzung am 10. März 2026 über den Abschlussbericht abstimmen. Das Ergebnis der Abstimmung könnte die künftige Gestaltung der europäischen Wohnungspolitik beeinflussen und den Weg für die Schaffung eines umfassenden EU-Plans für bezahlbaren Wohnraum ebnen. Die Pressekonferenz steht nicht nur den in Straßburg anwesenden Journalisten offen, sondern auch den Medien, die über die Interactio-Plattform online zugeschaltet sind. Es wird in mehrere Sprachen gedolmetscht, darunter Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Polnisch.
Journalisten, die aus der Ferne Fragen stellen möchten, werden gebeten, sich mindestens 30 Minuten vor Beginn der Konferenz einzuschalten, um die Verbindung zu testen. Die Organisatoren empfehlen, ein Headset mit Mikrofon zu verwenden, um eine gute Kommunikation während der Diskussion zu gewährleisten. Damit rückt die Frage des erschwinglichen Wohnraums wieder in den Mittelpunkt der europäischen politischen Debatte. Es ist zu hoffen, dass die Vorschläge des Ausschusses eine breitere Debatte darüber auslösen werden, wie die Europäische Union auf den wachsenden sozialen Druck reagieren kann, der durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die steigenden Lebenshaltungskosten entsteht.
europarl.europa.eu/gnews.cz
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