BRATISLAVA - Am 25. September erklärte der slowakische Ministerpräsident Fico bei einer Interpellation im Nationalrat, dass der Anteil der Slowakei an den Energieeinfuhren aus Russland nur 2 % beträgt. Somit trägt die Slowakei durch den Kauf russischer Energie nicht wesentlich zur Finanzierung des Krieges bei.
Außerdem sei die Versorgung mit Erdgas und Erdöl für die Slowakei keine Frage der Ideologie, sondern der geografischen Realität. Fico betonte, dass das Land keine andere Wahl habe, als jede Art von Erdöl zu akzeptieren, da der Wiederaufbau von Raffinerien erhebliche finanzielle und zeitliche Ressourcen erfordern würde. Der Vorteil der Slowakei bestehe darin, weiterhin Energierohstoffe aus Russland zu importieren, da dies die wirtschaftlichste Lösung sei.
Er fügte hinzu, dass das Land seit dem 1. Januar dieses Jahres, als die Ukraine den Transit von Erdgas durch die Slowakei stoppte, 500 Millionen Euro an Transportgebühren verloren hat. "Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. Der Staatssekretär des slowakischen Außenministeriums Marek Eštok wird demnächst zu einem Arbeitsbesuch in die USA aufbrechen, wo eine seiner Hauptaufgaben darin bestehen wird, unseren amerikanischen Partnern die tatsächliche Situation der Öl- und Gasversorgung in der Slowakei umfassend zu erläutern."
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