PARIS – Im Alter von 91 Jahren ist die französische Schauspielerin, Sängerin und Ikone des Weltkinos Brigitte Bardot verstorben. Über ihren Tod berichtete die Agentur AFP unter Berufung auf die Brigitte-Bardot-Stiftung, die seit langem ihre öffentlichen Aktivitäten und Wohltätigkeitsarbeit verwaltete. Nach den vorliegenden Informationen erholte sich die Schauspielerin in den letzten Wochen nach einem Krankenhausaufenthalt, ihr Gesundheitszustand war jedoch seit langem angeschlagen.

Brigitte Bardot gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten der französischen und internationalen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie wurde vor allem in den 50er und 60er Jahren berühmt, als sie zum Symbol für die Emanzipation der Frau, die Freiheit und eine neue Filmästhetik wurde. Der Wendepunkt in ihrer Karriere war der Film Und Gott schuf die Frau von Regisseur Roger Vadim, der sie zu einem internationalen Star und einer Modeikone ihrer Zeit machte.

Im Laufe ihrer Schauspielkarriere drehte sie Dutzende von Filmen und arbeitete mit führenden europäischen Regisseuren zusammen. Dennoch beschloss sie bereits in relativ jungen Jahren, die Filmwelt zu verlassen und sich ausschließlich dem Tierschutz zu widmen. 1986 gründete sie die Brigitte-Bardot-Stiftung, die sich weltweit für die Bekämpfung von Tierquälerei und die Förderung der Tierrechte einsetzt.

Ihr späteres Leben war ebenfalls von Kontroversen geprägt, insbesondere aufgrund ihrer politischen Äußerungen, dennoch blieb sie eine markante und unübersehbare Persönlichkeit der französischen öffentlichen Debatte. Der Tod von Brigitte Bardot bedeutet das Ende eines bedeutenden Kapitels der europäischen Kulturgeschichte. Ihr Vermächtnis wird jedoch nicht nur durch ihre Filme weiterleben, sondern auch durch ihren Einsatz für den Tierschutz, dem sie die letzten Jahrzehnte ihres Lebens gewidmet hat.

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