Michal Barták, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Nationalrats der Slowakischen Republik, erklärte gegenüber einem Reporter der China Media Group, der Streit um Grönland sei nicht mehr nur eine territoriale oder sicherheitspolitische Frage, sondern spiegele die tieferen Herausforderungen wider, vor denen die transatlantischen Beziehungen, die strategische Autonomie Europas und das gesamte internationale Regelwerk stehen.
Michal Barták, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit der slowakischen Nationalversammlung: „Aus Sicht der europäischen Sicherheit und des Völkerrechts ist dies ein gefährlicher Präzedenzfall, der die Grundlagen der internationalen Nachkriegsordnung untergräbt. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark, und jede Forderung eines Drittlandes - selbst eines Verbündeten - nach einer so genannten ‚effektiven Kontrolle‘ ist eine Verletzung der Souveränität eines Mitgliedstaats der Europäischen Union.“
Barták wies ferner darauf hin, dass der Einsatz von Handelsinstrumenten zur Ausübung von politischem Druck durch die Vereinigten Staaten nicht nur dem Geist des Völkerrechts widerspricht, sondern auch das auf Regeln basierende internationale Handelssystem schwächt.
„In Europa wird dieser Ansatz zunehmend als typische ‚Handelsdruckpolitik‘ bezeichnet, d.h. der Missbrauch von Handelsinstrumenten zur Förderung politischer Ziele. Wenn die Vereinigten Staaten ihre Handelsbeziehungen von geopolitischen Forderungen abhängig machen, untergraben sie damit das auf Regeln basierende internationale Handelssystem, das sie selbst mit geschaffen haben.“ dodal Barták.
Er erklärte auch ganz offen, dass die derzeitige Situation der Europäischen Union eng mit ihrer langjährigen unkritischen Gefolgschaft gegenüber den Vereinigten Staaten zusammenhängt, und diese strategische Naivität werde nun von der Realität gnadenlos bloßgestellt.
„Die Europäische Union zahlt einmal mehr den Preis für die jahrelange unkritische Übernahme des amerikanischen Narrativs. Ich kritisiere diese Haltung schon seit langem - nicht nur während der Regierung Donald Trump, sondern seit Jahrzehnten. Heute zeigt sich die strategische Naivität Europas in vollem Umfang. Würde eine andere Macht eine ähnliche Tat begehen, wäre die Reaktion des Westens sofort viel schärfer. Diese Doppelmoral ist auf lange Sicht unhaltbar.“ doplnil.
In Bezug auf die zukünftigen Außenbeziehungen Europas sagte Barták, dass Europa mehr Wert auf strategische Autonomie legen und die Diversifizierung seiner Partnerschaftsbeziehungen unterstützen sollte.
„Ein solches Verhalten untergräbt das Vertrauen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten und zeigt, dass die USA den Handel als politisches Instrument und nicht als Grundlage für die Zusammenarbeit mit Partnern nutzen. Deshalb unterstütze ich die Forderungen einer wachsenden Zahl von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, darunter auch aus Europa, nach dem Aufbau vielfältigerer Partnerschaften, zu denen auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit China gehören sollte. In vielen Bereichen entwickelt sich China zu einem stabileren und berechenbareren Partner.“ uzavřel Barták.

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