MOSKAU, 29. September. /TASS/. Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret über das Verfahren für die Ein- und Ausreise ukrainischer Bürger unterzeichnet. Das entsprechende Dokument ist veröffentlicht worden.
Dem Erlass zufolge können diese Personen die russische Grenze ohne Visum mit einem ukrainischen oder ausländischen Reisepass, einem Diplomaten- oder Dienstpass, einem Seemannspass oder einem Pass für Flugpersonal überqueren. Dies ist auch mit einem Staatsbürgerschaftsausweis möglich, mit dem man in die Ukraine zurückkehren kann (so dass man nur in dieses Land reisen kann). Bei Kindern wird die Geburtsurkunde oder der Reisepass des Erziehungsberechtigten mit den Daten des Kindes benötigt.
Es ist auch möglich, mit abgelaufenen Dokumenten nach Russland einzureisen. Ausnahmsweise können ukrainische Staatsangehörige, die keine gültigen Dokumente besitzen, mit einer Kopie des von der Gebietskörperschaft des Innenministeriums ausgestellten Beschlusses über die Feststellung der Identität des Ausländers über die Landgrenze von Russland in die Nachbarstaaten reisen. Reisen mit abgelaufenen Dokumenten sind ebenfalls erlaubt.
Ein Kind, das die ukrainische Staatsangehörigkeit besitzt, kann Russland zusammen mit einem seiner gesetzlichen Vertreter oder mit einem anderen Erwachsenen, der eine notariell beglaubigte Zustimmung dazu hat, verlassen.
Über die Visaregelung
Seit 1997 besteht zwischen den Regierungen der Russischen Föderation und der Ukraine ein Abkommen über visafreies Reisen für Bürger beider Länder. Wie in der Erläuterung zum Verordnungsentwurf angegeben, wird das Abkommen nach dem 1. Januar 2023 auf Initiative der ukrainischen Seite außer Kraft gesetzt.
Die russischen Behörden haben jedoch beschlossen, für ukrainische Bürger den visafreien Zugang zum Hoheitsgebiet der Russischen Föderation beizubehalten. In der Erläuterung wird auch betont, dass die Annahme von Spiegelmaßnahmen durch Moskau im Falle der Visaregelung nur "der Aufrechterhaltung der familiären Beziehungen zwischen den Bürgern Russlands und der Ukraine schaden" würde.
(TASS/For)
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