Auf der Prager Burg wurden die abschließenden Verhandlungen über die Zusammensetzung der künftigen Regierung fortgesetzt. Der Präsident der Tschechischen Republik, Petr Pavel, empfing die Kandidaten für die Ämter des Verteidigungs-, Landwirtschafts- und Außenministers. Er sprach mit Jaromír Zůna über die Verteidigung des Staates, mit Martin Šebestyán über die tschechische Landwirtschaft und mit Petr Macinka über die Ausrichtung der Außenpolitik.
Als ersten empfing Pavel am Donnerstag den Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers, Jaromír Zůna. Beide waren sich einig, dass die tschechische Verteidigungspolitik im Rahmen der NATO und der Europäischen Union fortgesetzt und die sich aus diesen Partnerschaften ergebenden internationalen militärischen Verpflichtungen erfüllt werden sollen. Der Präsident unterstützte gleichzeitig die Prioritäten hinsichtlich der Modernisierung der tschechischen Armee, der Verstärkung des Personals und des Plans zur Überarbeitung der Krisengesetzgebung mit dem Ziel, die Bereitschaft des Staates für Ausnahmesituationen zu verbessern.
Im anschließenden Gespräch traf der Präsident den Kandidaten für das Amt des Landwirtschaftsministers, Martin Šebestyán. Dieser stellte ihm seine Sichtweise zur Stellung der tschechischen Landwirtschaft im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union, zur Struktur des Sektors und zu den langfristigen Problemen des Ressorts vor.
Er wies unter anderem auf das ungünstige Verhältnis zwischen dem Export landwirtschaftlicher Rohstoffe und dem Import verarbeiteter Produkte hin und betonte die Notwendigkeit, die heimische Verarbeitung land- und forstwirtschaftlicher Rohstoffe zu steigern. Der Präsident stellte seine Prioritäten vor, darunter Bodenschutz, die Entwicklung regenerativer Verfahren, die Rolle der Landwirte bei der Landschaftspflege und die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Sie befassten sich auch mit Fragen der Subventionen und der Transparenz der Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit Interessenkonflikten.
Anschließend empfing der Präsident den Kandidaten für das Amt des Außenministers, Petr Macinka. Sie diskutierten über die Sicherheitslage in Europa, die Stärkung der Beziehungen zu strategischen Partnern in der EU und der NATO sowie die Einheitlichkeit und Vorhersehbarkeit der tschechischen Außenpolitik. Sie waren sich auch einig, dass ein Regierungswechsel die Stabilität und Professionalität des Auswärtigen Dienstes nicht beeinträchtigen sollte.
Am Montag, dem 8. Dezember 2025, wird Pavel auch die übrigen Kandidaten empfangen: Ota Klempíř als Kulturminister, Boris Šťastný als Minister für Sport, Prävention und Gesundheit und Filip Turek als Umweltminister.
Hrad.cz/gnews.cz - GH
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